Die Heilbronner Aufzugstage 2020 konnten (fast) noch in gewohnter Form stattfinden. (Foto: © Ulrike Lotze)

Herausforderungen an die Aufzugsbranche

Aktuelles

Die Aufzugsbranche steht vor Herausforderungen, die man vor einem Jahr so noch nicht auf dem Schirm gehabt hätte. Die 38. Heilbronner Aufzugstage nehmen sie in den Fokus und wollen Lösungsansätze zeigen.

Auch diesmal beginnt die Reihe der Fachvorträge mit Dr. Gerhard Schiffner und seinem Überblick über das europäische Regelwerk. Nach der Kaffeepause wird zunächst Architekt Andreas Pilot über den aktuellen Stand des Building Information Modeling und die Bedeutung des "digitalen Zwillings" für Bau und Betrieb von Aufzügen berichten.

Der folgende Beitrag soll konkrete Hilfestellungen für Facility Management und speziell den Betrieb von Aufzügen unter CoViD-Bedingungen geben, der Referent dazu ist noch unbekannt.

Direkte Diskussion

Neu ist, dass die Teilnehmer diesmal am Ende jedes Vortragsblockes Gelegenheit zur Diskussion erhalten sollen, so auch vor der sich anschließenden Mittagspause.

Der erste Themenblock des Nachmittags befasst sich mit Risikobeurteilungen, die einmal im Kontext des Europäischen Rechtsrahmens beschaffenheitsbezogen dargestellt werden, einmal aus nationaler betrieblicher Sicht. Den ersten Beitrag leistet Andreas Dorsch von der Schindler Aufzüge AG, den zweiten gestaltet Jörg Jahn von der Berufsgenossenschaft Holz und Metall.

Nach der Kaffeepause stellt Volker Sepanski vom TÜV Rheinland dar, wie baurechtliche Vorgaben Bau und Betrieb von Aufzugsanlagen beeinflussen. Rechtsanwalt Hartmut Hardt wird auch diesmal Rechtsfragen der Aufzugswirtschaft erörtern, neben Haftungsfragen bei Umbauten und Modernisierung auch rechtliche Aspekte der Corona-Pandemie und der Cybersecurity.

Themenblock zur Digitalisierung

Der zweite Tag beginnt mit einem Themenblock Digitalisierung. Nico Julian-Hall von Otis wird das aktuelle Thema Cybersecurity darstellen. Im folgenden Vortrag wird Klaus Trumpa von der Schäfer GmbH die Möglichkeiten smarter Bedienerschnittstellen zur Aufzugssteuerung vorstellen.

Foto: © Ulrike LotzeFoto: © Ulrike Lotze

Die Frage, wie speziell der Mittelstand die Möglichkeiten und Chancen der Digitalisierung nutzen kann, will Rudolf Ramseier von Cobianchi nach einer Kaffeepause beantworten.

Aktuelle Themen rund um ein anderes wichtiges Verkehrsmittel im Gebäude, die Fahrtreppe, präsentiert Edip Kaci von Kone, gefolgt von einer letzten Diskussionsrunde vor der Mittagspause.

Blick in die urbane Zukunft

Der abschließende Themenblock der 38. Heilbronner Aufzugstage soll eine Blick in die Zukunft werfen: Mit Alanus von Radecky vom Fraunhofer Institut für Arbeitswirtschaft und Organisation konnten die Veranstalter einen Experten für einen Blick in die urbane Zukunft und speziell das städtische Verkehrswesen gewinnen.

Zu guter Letzt wird Joachim Kalsdorf von der AFAG Messen und Ausstellungen GmbH von den Vorbereitungen auf die kommende Interlift 2021 berichten. "(Wie) sehen wir uns in Augsburg?" heißt sein Thema, das in ähnlicher Weise die Veranstalter der Heilbronner Aufzugstage beschäftigt.

Online-Konferenz vorbereitet

"Jetzt, ein halbes Jahr vorher, ist weitgehend unklar, welche Bedingungen zur Zeit der 38. Aufzugstage gegeben sein werden", erklärt Tagungsleiter Klaus Dietel: "Deshalb bereitet die Technische Akademie derzeit (Stand Oktober 2020) eine Online-Konferenz vor, die in jedem Fall stattfinden kann und wird."

Das Bedürfnis nach Networking, nach echtem persönlichem Austausch sei ungebrochen, zwischenzeitliche Einschränkungen verstärkten es nur, betont Dietel. "Für den Fall, dass an den für die Aufzugstage maßgeblichen Vorgaben Änderungen eintreten, werden wir eine entsprechende Öffnung im Auge behalten."

Weitere Informationen: tah.hs-heilbronn.de/aufzugstage

Das könnte Sie auch interessieren: