Freitag, 22. September 2017
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Die rollende Gefahr bannen

Manche Menschen haben Angst, mit dem Aufzug zu fahren, doch die selbstverständliche Fahrt auf der Rolltreppe ist viel gefährlicher, warnen die Sachverständigen von Dekra.

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(Foto: © Dekra)

„An Rolltreppen in Bahnhöfen, Kaufhäusern und Flughäfen kommt es regelmäßig zu Unfällen mit schweren Verletzungen“, berichtet Dirk Blettermann, Sachverständiger für Aufzüge und Fahrtreppen bei Dekra. In Deutschland ereignen sich Schätzungen zufolge auf Rolltreppen und -steigen mehr Zwischenfälle als mit Aufzügen.

Gefahren besonders für Kleinkinder

Gefährlich wird es auf Rolltreppen, wenn sich lose Teile, wie offene Schnürsenkel, Schals, Pullover oder längere Haare verfangen, wenn sich die Stufen in Bewegung setzen. Besonders für kleinere Kinder gehen von Rolltreppen Gefahren aus. Bei Stürzen oder beim Spielen auf den Stufen können sie sich die Finger quetschen oder sich mit Haaren, Kleidern oder Schuhen verfangen.

„Deshalb ist es wichtig, Kleinkinder festzuhalten oder auf den Arm zu nehmen“, sagt Blettermann. „Wegen der hohen Einzugsgefahr darf auf Rolltreppen nicht gespielt, gerannt, gedrängelt oder geklettert werden.“

Auf sicheren Stand achten

Noch größer ist das Unfallrisiko für Senioren. Da ältere Menschen leichter das Gleichgewicht verlieren, können sie stürzen und sich in der laufenden Treppe verfangen. Sich gut festzuhalten und auf sicheren Stand zu achten, ist für sie besonders wichtig. Das gilt vor allem beim Betreten und Verlassen der Treppe oder wenn das Band aus dem Ruhebetrieb heraus plötzlich anfährt. Jeder sollte zudem mit den Füßen Abstand zu den Seiten halten und sich nicht vom Smartphone ablenken lassen. Und abgesperrte Rolltreppen sollten niemals betreten werden.

Für den Notfall gibt es an allen Rolltreppen jeweils oben und unten einen roten Notstoppschalter, mit dem sich die Treppe anhalten lässt, bei längeren Fahrtreppen auch zwischen den Umlenkstationen.

www.dekra.de

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