Samstag, 17. November 2018
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Motoren und Frequenzumrichter für Aufzüge

Neben Sicherheit und Zuverlässigkeit gehören im Aufzugbau vor allem auch Wirtschaftlichkeit und Funktionalität der eingesetzten Antriebskomponenten zu den zentralen Themen, mit denen sich Konstrukteure befassen müssen. 

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Die aufzugsspezifischen Frequenzumrichter der Baureihe L1000V und L1000A basieren auf bewährter Technik und gelten als sehr zuverlässig und langlebig. (Quelle: Yaskawa)

Das gilt für Erstausrüster ebenso wie für Modernisierer. Technisch überzeugende und gleichzeitig wirtschaftlich konkurrenzfähige Lösungen sind in beiden Fällen unverzichtbar.

Auf dem Yaskawa-Messestand verdienen– neben langlebigen, permanenterregten und getriebelosen Synchronmotoren – vor allem zwei perfekt auf die Belange der Aufzugstechnik abgestimmte Frequenzumrichterbaureihen die Aufmerksamkeit des interessierten interlift-Besuchers.

Funktionell und einfach in der Handhabung

Die aufzugsspezifischen Frequenzumrichter der Baureihe L1000A und L1000V basieren auf bewährter Technik und gelten als sehr zuverlässig und langlebig: Sie eignen sich für Leistungsbereiche von 4 bis 110 kW bzw. von 4 bis 15 kW und sind für mindestens drei Millionen Starts bzw. auf etwa zehn Jahre wartungsfreien Betrieb ausgelegt. Gleichzeitig ist die Handhabung einfach und praxisgerecht. Übersichtliche Menüstrukturen mit der üblichen Liftterminologie erleichtern die Inbetriebnahme und sorgen für komfortable Bedienmöglichkeiten. Der Anwender kann zwischen acht Sprachen wählen; somit sind unabhängig vom Einsatzort alle Vorgänge leicht verständlich.

Bei beiden Umrichtervarianten lassen sich besondere Wünsche an das Fahrverhalten des Aufzugs problemlos realisieren, z.B. die individuelle Anpassung von Beschleunigungs- und Bremsrampen sowie die Geschwindigkeiten. Über multifunktionale und digitale oder analoge Ein-/Ausgänge kann man die Umrichter an nahezu jede Steuerung anbinden. Dank integrierter Funktionen zur funktionalen Sicherheit ist bei der elektrischen Installation nur noch ein Schütz zwischen Motor und Umrichter erforderlich; der Umrichter gibt die Bremse nur frei, wenn Strom zum Motor fließt. Eine Notevakuierung mit einphasigen, unterbrechungsfreien Spannungsversorgungen (USV) 230V oder Batterien ist möglich. Ein LCD-Display mit Kopierfunktion vereinfacht und beschleunigt die Inbetriebnahme mehrerer baugleicher Liftanlagen. Auch an komfortable Kommunikationsmöglichkeiten wurde gedacht. So ist beispielsweise die Anbindung an Memobus und CANopen möglich.

Wirtschaftliche Modernisierung und Neuausrüstung

Beide Umrichter lassen sich mit einer Vielzahl verschiedener Motoren kombinieren und eignen sich für unterschiedlichste Einsatzbereiche. Die einfachere Umrichtervariante L1000V bietet sich vor allem für Modernisierungen von Bestandsimmobilien an, bei denen es gilt, die Antriebslösung unter Berücksichtigung wirtschaftlicher Erwägungen leistungsfähiger zu gestalten. Der Umrichter kann mit allen "klassischen" Getriebe-Induktionsmotoren im Leistungsbereich bis 15 kW zusammenarbeiten, wahlweise mit U/f- oder Vektorregelung.

Für höhere Leistungen und für die Regelung getriebeloser permamenterregter Synchronmotoren wurde die leistungsfähige Umrichtervariante L1000A entwickelt. Sie bietet sich neben der Erstausrüstung von Aufzügen auch für anspruchsvollere Modernisierungen, bei denen der klassische Antrieb durch eine getriebelose und damit kompaktere und wartungsarme Antriebslösung ersetzt werden soll, an. Der Umrichter bietet neben U/f- und Vektorregelung ohne Drehzahlgeber auch Regelungsarten für Asynchron- oder Synchronmotoren mit  unterschiedlichen Typen von Drehzahlgebern. Je nach Ausführung des Motors ist beispielsweise durch Verwendung einer speziellen Methode zur Läuferlageerkennung bei permanenterregten Synchronmotoren auch der Einsatz von einfachen Inkrementalgebern ohne Absolutwert möglich. Dies ist bei den von Yaskawa auf der interlift gezeigten getriebelosen Synchronmotoren der Fall. Den Schlüssel dazu liefert ein patentiertes Verfahren zur Bestimmung der Polradlage.

Getriebelose Synchronmotoren mit langer Lebensdauer 

Im Aufzugsbau bringt der Einsatz dieser getriebelosen permanenterregten Synchronmotoren aber noch weitere Vorteile. So bauen die laufruhigen und zuverlässigen Yaskawa-Motoren (Bild 2) in allen Varianten sehr kompakt, benötigen also nur wenig Einbauplatz. Dies ist vor allem bei maschinenraumlosen Installationen wichtig, wenn der Antrieb z. B. im minimierten Schachtkopf oder in der Grube untergebracht werden soll. Der hohe Wirkungsgrad der Motoren von fast 90% schont nicht nur Umwelt und Stromrechnung, sondern ist auch eine wichtige Grundlage für die Sicherheit: Eine wirtschaftlich realisierbare Evakuierungsfahrt mittels einer USV-Anlage wird dadurch zum Beispiel erst möglich. Die Betriebsbremsen der Antriebe sind zudem zertifiziert als Sicherheitseinrichtung gegen unkontrollierte Fahrkorbbewegungen nach oben; eine zusätzliche Seilbremse oder beidseitig wirkende Fangeinrichtung sind dadurch nicht notwendig. Die Motoren eignen sich für Traglasten bis 1.000 kg und werden mit Treibscheiben bis 320 mm (für Seildurchmesser von 8 mm, gemäß EN81) angeboten. In Abhängigkeit von Traglast und Motorleistung sind Aufzugsgeschwindigkeiten bis 120 m pro Minute realisierbar.

Praxisgerechte Paketlösungen aus einer Hand

Praktiker wissen, dass es – allen Kompatibilitätszusagen zum Trotz – manchmal durchaus zweckdienlich sein kann, sämtliche Komponenten eines Aufzugantriebs aus einer Hand zu beziehen. Falls es doch einmal zu Problemen kommt, hat man dann nur einen Ansprechpartner und die Verantwortlichkeiten sind eindeutig geregelt. Yaskawa bieten deshalb neben Motoren und darauf abgestimmten Frequenzumrichtern auch die passenden EMV Filter, Drosseln und Bremswiderstände an.

www.yaskawa.eu.com

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