Samstag, 17. November 2018
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Fahrkorbabschlusstüre mit reduzierter Kämpferhöhe

In den letzten Jahren ist in Deutschland eine deutliche Zunahme von in Verkehr gebrachten Aufzügen mit reduzierten Freiräumen festzustellen. Wegen der unklaren Situation entscheidet der Hersteller oft selbst die Ausführung des Aufzuges und stimmt dies dann mit dem Kunden oder der Aufsichtsbehörde ab.

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Häufig sind wirtschaftliche Belange ausschlaggebend. So zeigt die Praxis, dass bereits die Einsparung um zirka fünf Prozent beim Umbau eines Aufzuges in bestehenden Gebäuden genügen kann, um eine Zustimmung der Behörde zu bewirken.

Das Reduzieren der Schutzräume stellt neue Anforderungen an die Komponenten des Aufzuges. So ist speziell bei den Fahrkorbabschlusstüren auf eine niedrige Kämpfergeometrie zu achten. Die Firma Meiller Aufzugtüren GmbH bietet deshalb seit Juni 2013 einseitig öffnende, 2- und 3-blättrige Fahrkorbtüren sowie zentral öffnende 2-blättrige mit einer maximalen Kämpferhohe von 350 mm an. Unter bestimmten Voraussetzungen eignen sie sich damit für den Einbau in Aufzüge mit einer maximalen Schachtkopfhöhe von nur 2600 mm.

Langfristig nachhaltige Performance

Bei der Entwicklung wurde vom Hersteller speziell darauf geachtet, die seit dem Jahr 2000 vielfach bewährten Türkomponenten der Türgeneration 3 beizubehalten, wodurch eine langfristig nachhaltige Performance und hohe Stabilität, sowie die kundenfreundliche Montage und Wartung gewährleistet ist. Der wartungsarme Zahnriemen-Gleichstromantrieb ist vor Schmutz und Beschädigung geschützt im Kämpfer angeordnet und für ein maximales Türblattgewicht von 400 kg ausgelegt.

Zur Regelung wird das Türsteuergerat von Siemens AT 40 eingesetzt. Die Kämpfergeometrie ist als geschlossene, verwindungssteife Kastenkonstruktion ausgeführt und dadurch sehr stabil. Die galvanisch verzinkte Stahllaufschiene und die kugelgelagerten Laufrollen mit einem Durchmesser von 65 mm und Gegendruckrollen mit 42 mm weichen auch hier nicht von der gewohnten Qualität ab.

Reduzierung der Freiräume

HandwerkDie Tür kann mit Stahl oder Edelstahltürblättern ausgestattet werden. Gerahmte oder nur oben und unten gefasste Glastürblätter können ebenso eingesetzt werden. Die Fahrkorbtür kann mit Schachtschiebetüren nach DIN 18091 oder EN 81 Teil 58 mit der Klassifizierung E 120, EW 60 oder EI 60 kombiniert werden.

Ebenso ist über eine Entriegelungskurve eine Kombination mit Schachtdrehtüren nach DIN 18090 oder EN 81-58 mit der Klassifizierung E 120, EW 30 oder EW 60 möglich. Die sich bereits seit vielen Jahren bewährte und unter der EP 0 744 373 geschützte Fahrkorbtürverriegelung wird ebenfalls als Option angeboten. Somit wird eine mögliche Ersatzmaßnahme zur Reduzierung der Freiräume in der Schachtgrube erfüllt.

Türsteuergerät komplett spannungslos schalten

Der serienmäßige Energiesparmodus Ecodrive ermöglicht, dass bei Mitnehmersystemen ohne Kabinentürverriegelung bei geschlossener Tür das Tür-ZU-Kommando bei längeren Betriebspausen abgeschaltet werden kann. Durch das Nichtbestromen des Motors wird die Leistungsaufnahme des Türantriebes um ca. 10 W verringert. Nach Anlegen eines Innen- oder Außenrufes wird das Tür-ZU-Kommando erneut aufgeschaltet und der Aufzug kann sofort wegfahren.

Das optionale Ecodrive plus System ermöglicht zusätzlich auch das Türsteuergerät bei ganz geschlossener Tür und längerer Betriebspause komplett spannungslos zu schalten. Die Leistungsaufnahme verringert sich dabei um weitere 6 W. Der im Türkämpfer integrierte Magnetschalter (Eingang 1 im AT 40) signalisiert die Geschlossen-Stellung der Tür dem Steuergerät und lässt nach der Netzspannungswiederkehr die Tür sofort wieder mit Normalgeschwindigkeit öffnen. Eine langsame Initialisierungsfahrt wird daher nicht mehr eingeleitet.

Kompromiss der temporären Schutzräume

Die zweiblättrigen Türtypen TTK 25 und STK 26 sind serienmäßig in den Türbreiten 700 mm-1700 mm und der dreiblättrigen Türtyp TTK 31 von 900 mm bis 1700 mm bei Türhöhen 2000 mm-2600 mm erhältlich. Andere Abmessungen sind auf Anfrage möglich.

Abschließend stellt sich jedoch für jeden Planer, Aufzughersteller und Betreiber generell die Frage, den Kompromiss der temporären Schutzräume einzugehen. Unsere europäischen Nachbarn sehen dies zum Teil anders. So ist es zum Beispiel in Belgien per königlichem Dekret nur zulässig, Aufzüge mit permanenten Freiräumen in Verkehr zu bringen.

www.meiller-aufzugtueren.de

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