Montag, 19. November 2018
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Chinesische Aufzüge sollen sicherer werden

Aufzugshersteller in China arbeiten stark daran, die Sicherheit ihrer Aufzugsanlagen weiter zu verbessern. Deshalb besuchten während der Interlift 2015 Vertreter der führenden chinesischen Aufzugsverbände den deutschen Stammsitz von Mayr Antriebstechnik, dem weltweit führenden Hersteller von Aufzugsbremsen.

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Die Delegation überzeugte sich davon, wie Mayr die Qualität und herausragende Zuverlässigkeit seiner Produkte erreicht. Um die seit Jahren wachsende Nachfrage nach Aufzugsbremsen in China zu decken baut Mayr derzeit ein neues Werk im Reich der Mitte.

Sicherheit zu jeder Zeit

Jedes Jahr werden in Deutschland etwa 12.000 Aufzüge neu installiert. Ein Großteil davon ist mit Sicherheitsbremsen der Firma Mayr Antriebstechnik, dem Weltmarktführer für Aufzugsbremsen, ausgestattet. Die Mayr-Bremsen gewährleisten in den Aufzügen die Sicherheit der Fahrgäste zu jeder Zeit. In China, dem seit Jahren international wichtigsten Herstellerland und größten Absatzmarkt der Branche werden jährlich weitaus mehr Aufzüge – etwa eine halbe Millionen – neu installiert. Und diese sollen nun ebenfalls sicherer werden.

Auf der Interlift 2015 informierten sich die Vertreter verschiedener chinesischer Aufzugsverbände daher über die Innovationen der Branche und baten um einen Einblick, wie Mayr die Qualität und Zuverlässigkeit seiner Produkte sicherstellt. So erhielten während der Messe rund 30 Vertreter der chinesischen Aufzugsverbände, unter anderem der China Elevator Association (CEA) und der Shanghai Elevator Trade Association, sowie namhafte Aufzugsbauer aus China die Möglichkeit, das deutsche Stammhaus von Mayr Antriebstechnik in Mauerstetten zu besuchen.

100 Prozent Qualitätskontrollen

HandwerkEinige Vertreter gaben während des Besuchs klar zu verstehen, dass sie die Aufzugsbremsen in der Vergangenheit bisweilen vernachlässigt und sie nicht selbst ausreichend geprüft und qualifiziert hatten, sondern dies den Antriebsherstellern überlassen hatten. Hinzu kommt, dass Prototypentests, bei denen Aufzüge einmal auf ihre Funktionsfähigkeit hin getestet werden, nichts über die Qualität bei großen Stückzahlen aussagen. "Jede einzelne Bremse muss in der erforderlichen Qualität geliefert werden. Dafür ist entsprechende Testroutine nötig", erklärt Johann Eberle, Marketing- und Vertriebsleiter bei Mayr Antriebstechnik.

"Denn das Risiko liegt oftmals darin, dass Hersteller mit weniger Erfahrung sozusagen nicht wissen, was sie nicht wissen. Um dauerhaft die notwendige Sicherheit zu gewährleisten, sind klare Prozesse, umfassende Prüfmöglichkeiten, langjährige Erfahrung und hochqualifizierte Mitarbeiter unverzichtbare Voraussetzungen. Dies kostet Geld, aber nur so wird Sicherheit erreicht. Zukünftig werden sich auch in China nicht die günstigsten, sondern die zuverlässigsten Anbieter durchsetzen."

Sorgfältige Qualitätskontrolle

Die Vertreter der chinesischen Verbände konnten sich vor Ort selbst davon überzeugen, dass Mayr-Sicherheitsbremsen einer sorgfältigen Qualitätskontrolle unterliegen: Dazu gehören qualitätssichernde Maßnahmen während des Konstruktionsprozesses sowie eine umfassende Endprüfung. Vor Auslieferung werden alle Bremsen ausführlich auf geeichten Prüfständen getestet und funktionsrelevante Werte dokumentiert. Eine elektronische Datenbank, in der die Messwerte zusammen mit den dazugehörigen Seriennummern eines Produkts archiviert werden, gewährleistet dabei eine 100-prozentige Rückverfolgbarkeit.

Als weltweiter Technologie- und Marktführer hat Mayer Antriebstechnik eine Vorreiterrolle. So ist das Unternehmen z. B. auch der erste Hersteller auf dem Markt der Sicherheitsbremsen auf Grundlage der neuen Aufzugsnormen EN 81-20 und EN 81-50 anbietet. Für alle betroffenen Bremsen hat Mayr bereits seit der Interlift die Baumusterprüfbescheinigung durch den TÜV Süd nach Richtlinie 2014/33/EU, die zum 20. April 2016 für alle Hersteller verbindlich wird. Den Kunden bietet dies schon heute Planungssicherheit.

Neues Werk in China

HandwerkFür den Zugang zum asiatischen Markt betreibt Mayr bereits seit 2004 ein eigenes Werk in Zhangjiagang bei Shanghai mit heute ca. 110 Mitarbeitern. "Für unser chinesisches Werk gelten dieselben Qualitätsstandards wie in Deutschland", erklärt Jack Tang, Sales Manager bei Mayr China, der ebenfalls zur Interlift angereist war. "Das betriebliche Qualitätsmanagementsystem in Zhangjiagang ist wie in Mauerstetten nach ISO 9001 zertifiziert. Das bestätigt das Qualitätsbewusstsein der Mitarbeiter auf allen Ebenen des Unternehmens."

Und die Nachfrage in China nach qualitativ hochwertigen, zuverlässigen Aufzugsbremsen ist enorm: Derzeit baut Mayr in unmittelbarer Nähe zur bestehenden Niederlassung ein neues Werk mit knapp 8.000 m2 Produktionsfläche, um die hohe Nachfrage zu decken. Denn auch der chinesische Markt hat mittlerweile erkannt, dass für den zuverlässigen Transport der Fahrgäste eine entsprechende Fertigungskompetenz und höchste Sorgfalt unerlässlich sind – denn Sicherheit duldet keine Kompromisse.

www.mayr.com

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