Mittwoch, 21. November 2018
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Die Jugend für die Lift-Industrie begeistern

Die Europäische Kommission hat kürzlich die Bewältigung der Jugendarbeitslosigkeit in Angriff genommen. Europa führt dazu berufsqualifizierende Maßnahmen zum Erwerb beruflicher Fähigkeiten ein.

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Im Juni 2015 wurde die Europäische Ausbildungsallianz gegründet. Die von der Europäischen Kommission koordinierte Initiative soll bessere Ausbildungsplätze zur Verfügung stellen sowie bestehende Perspektiven, Spektrum und Qualifikationsprofil der Lehrstellen ausbauen.

In der Lift- und Rolltreppenbranche ist derzeit ein Fachkräftemangel zu verzeichnen. Kone, einer der Weltmarktführer der Aufzugs- und Fahrtreppenbranche, veröffentlichte erst kürzlich Schätzungen, wonach 2014 über 12,5 Millionen Aufzüge und Fahrtreppen weltweit mit über 815.000 neu installierten Anlagen in Betrieb waren. Die Branche erwartet daher, dass es in Zukunft nicht genug Beschäftigte gibt, die über ausreichende Fähigkeiten und Qualifikationen verfügen, um den Anforderungen gerecht zu werden.

Wachstum der Branche gefährdet

HandwerkDer ungedeckte Bedarf an qualifiziertem Nachwuchs in der Liftindustrie gefährdet in diesem Jahr das Wachstum der Branche. Es werden Initiativen wie die der Europäischen Ausbildungsallianz benötigt, um der Jugend in Europa den Stellenwert dieser Industrie zu vermitteln und sie zu motivieren, sich auf freie Stellen zu bewerben.

Das Bewusstsein, dass die Ausbildung von Nachwuchs einen Benefit für Unternehmen bedeutet, ist noch nicht überall angekommen.

Die Schlüsselvorteile von Ausbildungsplätzen für ein Unternehmen sind:

- Reduktion von Beschäftigungskosten bis zu 75 Prozent
- Minimale Kosten für Personalbeschaffung
- Maximale Effizienz durch Schulungsmöglichkeiten vor Ort
- Branchenspezifische Ausbildung und Zertifizierung
- Bessere Imagesteigerung der sozialen Verantwortung des Unternehmens
- Frühzeitige Vermittlung von Arbeitsmoral und Unternehmensgrundsätzen
- Zuschnitt auf spezifische Aufgabenprofile und den konkreten Bedarf eines Unternehmens

Loyale Mitarbeiter durch Ausbildungsprogramme

Ausbildungsprogramme führen zu geschätzten und loyalen Mitarbeitern, die sich seltener nach alternativen Jobangeboten umsehen. Die Mitarbeiterbindung verbessert sich. Das Angebot von Weiterbildungsprogrammen stellt außerdem eine gute Möglichkeit für Unternehmen dar, Mitarbeiter kontinuierlich weiterzuqualifizieren und darüber hinaus den Wert eines Unternehmens zu steigern.

Zwar ergreifen einige Firmen der Branche bereits seit Jahren solche Initiativen und erkennen die Vorteile, allerdings befinden sich darunter nur wenige führende Unternehmen. Die Zurückhaltung beim Einstellen von Auszubildenden kann am Mangel von Zuschuss- und Fördermöglichkeiten oder an den jeweiligen Arbeitsschutz- und Sicherheitsbeschränkungen liegen. Die langfristigen Vorteile einer Ausbildungskultur sollten jedoch nicht vergessen werden.

Einen Beitrag leisten

HandwerkSeit ihrer Gründung wurde die Europäische Allianz für Aus- und Weiterbildung bereits von 26 EU-Mitgliedstaaten und fünf nicht der EU zugehörigen Ländern unterzeichnet. Alle Länder haben sich dazu verpflichtet, Maßnahmen zu ergreifen, die die Probleme lösen helfen. Darüber hinaus gibt es 84 Zusagen von Unternehmen, Unternehmensverbänden, Handelskammern, Forschungsinstituten und weiterer Organisationen.

Organisationen des Industriezweigs können sich dieser Allianz anschließen, indem sie eine kurze Zusage per Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein! senden. Ein möglicher Beitrag könnte sein, ein neuartiges Ausbildungsprogramm zu entwerfen, eine bereits praktizierte Qualifizierungsmaßnahme weiterzuentwickeln oder sich auf die Suche nach geeigneten Kandidaten zu begeben.

Die "Ressource" nutzen

Heute ist es wichtiger denn je, die Ausbildung betreffenden Fehleinschätzungen der Vergangenheit aus dem Weg zu räumen, und zu beginnen, die realen Vorteile wahrzunehmen, die es bringt, Ausbildungsprogramme einzurichten.

Für einzelne Unternehmen wie auch für die gesamte Industrie können solche Aktivitäten eine Zukunftsperspektive eröffnen, wenn diese Ressource schnellstmöglich genutzt wird. Die Anerkennung dieser bereits in Europa verankerten Vorteile sowie der Aufbau begleitender Untertützungsmaßnahmen werden die Branche unverzüglich einen großen Sprung vorwärts bringen.

Von Brett Ennals, Geschäftsführer Cento – Lift and Escalator jobs


www.eubusiness.com
www.kone.com

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