Mittwoch, 21. November 2018
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Das Passwort für die Zukunft

Drei Worte beschreiben die Philosophie von Giovenzana International: Professionalität, Dialog und Service. Denn "der Markt belohnt denjenigen, der sich diese Leitlinien zueigen macht", ist Generaldirektor Massimo Giovenzana überzeugt.

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In seiner über 60-jährigen Geschichte wurde das Unternehmen zum Weltmarktführer in Automatisierung, Intralogistik, Aufzügen, Steuerung und Kontrolle von Hebezeugen und Fördermitteln. Im Gespräch äußert sich Massimo Giovenzana zu seiner Unternehmensphilosophie.

Bedürfnisse des Anwenders Teil der Entwicklung

Frage: Millionen von Menschen nutzen täglich die Technologien von Giovenzana. Sie sind in zahlreichen industriellen Prozessen zu finden und in Gebäuden, die als Sinnbild für moderne Architektur im 20. und 21. Jahrhundert gelten, vom Eiffelturm in Paris bis zum Burj Khalifa in Dubai. Spielt der Mensch-Maschine-Dialog eine Schlüsselrolle für die Entwicklung der Industrie?

Giovenzana: Zweifellos. Um einen hohen Qualitätsstandard zu garantieren, ist es notwendig, Technologien zu entwickeln, die von vornherein berücksichtigen, welche Probleme ein Nutzer mit ihnen haben könnte. Eine Mensch-Maschine-Interaktion ist nur wirkungsvoll, wenn ein Produkt dem Anwender volle Sicherheit garantieren kann. Der Prozess kann nur effektiv werden, wenn die Bedürfnisse des Anwenders bereits Teil der Entwicklung sind.

Die Zukunft gestalten

HandwerkFrage: Was macht Ihrer Meinung nach besonders deutlich, wie wichtig es ist, in Innovationen zu investieren?

Giovenzana: Innovativ zu sein heißt zu beobachten, zuzuhören und Lösungen herbeizuführen. In anderen Worten: Es bedeutet, die Zukunft zu gestalten. Wir betrachten uns nicht als Verkäufer, sondern als Experten, die Lösungen anbieten. Folglich sind unsere Kunden keine simplen Einkäufer sondern vielmehr Promoter unserer Technologie.

Wichtige Akteure des Liftsektors sehen in Giovenzana einen Schlüsselpartner. Und umgekehrt: Gerade die Zusammenarbeit mit diesen Gesprächpartnern erlaubt es uns, immer effizientere Lösungen zu entwickeln. Im Bemühen, Arbeitsalltag und Produktion zu optimieren, schaffen wir Technologien mit Qualität. Unsere Aufgabe ist es, technologische Richtungen einzuschlagen, die für die Sicherheit von Kunden und Umwelt sorgen. Das erfordert, dass wir miteinander netzwerken. Das ist uns sehr wichtig.

Automatisierung eine fundamentale Komponente

Frage: Sie haben in Zusammenarbeit mit anderen Unternehmen ein Forschungslabor etabliert. Heißt Innovation auch immer Kollaboration?

Giovenzana: Es ist zweifellos möglich, mit befreundeten Unternehmen in wohldefinierten Programmen zusammenzuarbeiten, um produktiver zu werden. Wir haben zum Beispiel eine enge Partnerschaft mit dem Labor InteK. Ich würde mir wünschen, dass auch andere Industrieunternehmen Vergleichbares initiieren. Besonders in einer Konjunktur wie der aktuellen, in der die Finanzkrise und das Fehlen einer klaren Industriepolitik den Markt einer Schwemme von Importprodukten schlechter Qualität aussetzt.

Frage: Die fortschreitende Standardisierung von Prozessen und elektronischer Formate zeigt, dass Automatisierung auch im Alltag sehr wichtig geworden ist.

Giovenzana: Wir haben viel getan, um die Wahrnehmung von Automatisierung als fundamentale Komponente jedes industriellen Prozesses zu verbessern. Handarbeit ist in meinen Augen eine wenig zeitgemäße Art, mit den Ressourcen und den Möglichkeiten umzugehen, die die Gegenwart bietet.

Dennoch gibt es nicht wenige Unternehmen, die Niederlassungen in anderen Ländern betreiben, um mit niedrigeren Löhnen die Produktionskosten zu senken. Das bringt tatsächlich ökonomische Vorteile, aber hier wird menschliche Mühsal zu Geld gemacht, ohne die Qualität zu verbessern. Genau darauf sollten aber alle Unternehmer ihr Augenmerk richten.

Auf dem Weg der Internationalisierung

HandwerkFrage: Was wird die Zukunft Ihrem Unternehmen bringen?

Giovenzana: Seit 1997 hat Giovenzana International einen Weg der Internationalisierung eingeschlagen, der zu dem neuen Produktions- und Verkaufsstandort in Amsterdam geführt hat, zu einem Sitz in Ungarn, einem Büro in Moskau und Zweigstellen in Dubai und Mumbai.

Heute sind zwei Produktionsstätten und vier Lager über die Welt verteilt, um den Markt zu beliefern. Im mittleren Osten wollen wir jetzt ein Drehkreuz etablieren, von dem aus wir den fernen Osten und Ozeanien bedienen können. Der italienische Sitz wird weiterhin Europa und Amerika versorgt, der in Ungarn die Staaten im Osten, der in Moskau die russische Föderation und die Nachbarregionen. Schließlich haben wir auch ein Büro in Lateinamerika.


www.giovenzana.com

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