Samstag, 17. November 2018
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LiNDA hält Aufzüge in Bewegung

Wenn Personen in einem Aufzug eingeschlossen sind, können sie über den Notruf Hilfe anfordern. Bleibt ein Aufzug jedoch bei einem Defekt ohne Insassen stehen, gibt es zwar die Sammelstörmeldung des Aufzugs vor Ort, aber der Betreiber/Arbeitgeber erfährt hiervon zunächst einmal nichts – es sei denn, er ist mit einer Fernüberwachung ausgerüstet.

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Hierfür hat die Inside M2M GmbH – ein Spezialist für Fernüberwachung und -steuerung – das System LiNDA entwickelt. LiNDA steht für "Lift Notification Data Access”. Das System ist mit der jeweiligen Aufzugsteuerung verbunden und erlaubt dem Betreiber oder Arbeitgeber den "Einblick" in die Steuerung von jedem internetfähigen Arbeitsplatz aus.

LiNDA visualisiert die Fehlermeldungen der Aufzugsteuerung in einem Webportal und meldet sie an eine Leitwarte oder direkt an das Servicepersonal – und das auch schon lange, bevor ein Aufzug unplanmäßig stehen bleibt.

Im Schaltschrank des Aufzugs installiert

Basis von LiNDA ist das Kommunikations-Framework M2MGate Network, dessen erste Version bereits im Jahr 2004 von Inside M2M entwickelt wurde. Diese Software ermöglicht eine zuverlässige Kommunikation über Gebäude-, Unternehmens- und Landesgrenzen hinweg, mit einem Fokus auf der Nutzung von Mobilfunk. Als universelle Plattform im Machine-to-Machine-Umfeld kommt M2MGate Network bereits in vielen unterschiedlichen Branchen zum Einsatz. Aktuell sind mehr als 260.000 Geräte weltweit über diese Software in Telemetrie-Netzwerke eingebunden.

HandwerkDas LiNDA MonitoringDevice wird direkt im Schaltschrank des Aufzugs installiert. Es handelt sich um das in der Praxis bewährte GPRS-Mobilfunkterminal MC 80 von MC Technologies, das sich durch eine hohe Zuverlässigkeit auszeichnet. Gerade im Telemetrie-Bereich ist das wichtig, um hohe Folgekosten (z.B. für einen Geräteaustausch) zu vermeiden. Zum Aufzug hin wird das Modul über RS 232 mit der Steuerung verbunden und kommuniziert über die jeweiligen Protokolle der Steuerungshersteller.

Das LiNDA MonitoringDevice verbindet sich eigenständig über Mobilfunk mit dem cloudbasierten LiNDA Server, der alle angebundenen Mobilfunk-Terminals verwaltet und in das Monitoringsystem einbindet. Auf dem LiNDA Server laufen die Datenbanken, die alle Stammdaten (Portalbenutzer, Aufzüge, Aufzugsteuerungen, GPRS-Terminals) sowie die Status-Daten der Aufzugsanlagen enthalten.

Auch Mobile App erhältlich

Der Anwender hat über das LiNDA Webportal (für die Visualisierung und Konfiguration der Aufzugsteuerungs-Daten) via gebräuchlichem Webbrowser Zugriff auf seine Aufzüge. Es muss hierzu keine Software installiert werden, LiNDA ist also von jedem Computer, Tablet oder Smartphone mit Internet-Verbindung aus zugänglich .

LiNDA bietet auch eine Mobile App für Smartphones, die das System besonders anwenderfreundlich macht. Mit ihr werden zum Beispiel die Servicetechniker auch unterwegs jederzeit über den Status ‚ihrer’ Aufzüge informiert und haben jederzeit Systemzugriff.

Kompatibel mit gängigen Aufzugsteuerungen

HandwerkDas LiNDA-System ist kompatibel mit den Aufzugsteuerungen verschiedener Hersteller. Die Art der Abfrage lässt sich nach den Wünschen des Aufzugbetreibers bzw. des beauftragten Service-Dienstleisters konfigurieren. Er kann aktiv Daten abfragen und z.B. Fehlermeldungen der Steuerung auswerten.

Das System sendet aber auch selbsttätig zyklisch Datensätze zum LiNDA Server. Darüber hinaus kann der LiNDA Server auch event-basierte (Alarm-) Meldungen kommunizieren (per E-Mail oder Push-Mitteilung zum Smartphone), damit die Verfügbarkeit des Aufzugs schnellstmöglich wiederhergestellt wird. Alle abgerufenen bzw. registrierten Daten (Störungen, Ausfälle, Historie etc.) lassen sich anschaulich darstellen und auswerten.

Service-Tool für bedarfsgerechte Wartung

Mit diesen Eigenschaften und Funktionen bietet sich das LiNDA-System als ideales Service-Tool für bedarfsgerechte Wartung an. Montagebetriebe und Wartungsunternehmen können mit Unterstützung von LiNDA ihren Kunden Verfügbarkeitszusagen machen und bei Unregelmäßigkeiten sofort den nächst erreichbaren Servicetechniker informieren.

Das Unternehmen LUTZ Aufzüge setzt LiNDA seit 2014 im Rahmen eines M2M-Projektes ein, bei dem die Daten sowohl über das firmeneigene Webportal als auch über eine Schnittstelle im Service-Managementsystem ausgewertet werden. Das ermöglicht eine präventive Störungsbeseitigung und einen guten Überblick über die Verfügbarkeit der Anlagen.

Michael Emmert, Geschäftsführer der INSIDE M2M GmbH, stellte LiNDA auf dem Schwelmer Symposium vor.

www.inside-m2m.de

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