v. l.: Tobias Braun, Joachim Schmidt und Pamela Schmidt begrüßen die Gäste der Jubiläumsfeier.

v. l.: Tobias Braun, Joachim Schmidt und Pamela Schmidt begrüßen die Gäste der Jubiläumsfeier. (Foto: © Nina Skripietz/Braun Aufzüge)

Aus einer Garage in Hessen auf den Weltmarkt

Aktuelles

"40 Jahre sind ein halbes Leben", sagen die Geschäftsführer von Braun Aufzüge, Tobias Braun und Pamela Schmidt, aus aktuellem Anlass.

Das Aufzugsunternehmen in der Nähe von Kassel feierte Anfang September sein 40-jähriges Bestehen. Die Braun Aufzüge GmbH & Co. KG wurde 1986 von ihrem Vater Heinz Braun in Zierenberg gegründet.

Bevor er sich selbstständig macht, ist Heinz Braun bei den Aufzugsunternehmen Zeiser und Thyssen in Frankfurt beziehungsweise Kassel als Montageleiter und Niederlassungsleiter tätig. Seine Frau Jutta übernimmt einige Monate später die kaufmännische Leitung. Die Firma startet als Garagenbetrieb: Das Lager befindet sich in einer Doppelgarage, der Steuerungsbau im Keller des Wohnhauses. Im ersten Jahr werden zwei Mitarbeiter für den Service eingestellt.

Foto: © Nina Skripietz/Braun AufzügeFoto: © Nina Skripietz/Braun Aufzüge

In der Aufbauphase kommt es zunächst zu wirtschaftlichen Schwierigkeiten durch verspätete oder ausbleibende Zahlungen von Kunden. Doch es wird noch schlimmer: Bei Arbeiten an einer Aufzugsanlage erleidet Heinz Braun einen Stromschlag. Nur durch ein Wunder überlebt er. Nach der Grenzöffnung erlebt Heinz Braun einen weiteren Rückschlag: Nach anfänglichen geschäftlichen Erfolgen in Ostdeutschland gibt das Unternehmen nach wiederholten Konflikten mit Projektbeteiligten den Markt wieder auf.

ERSTE EIGENE FERTIGUNGSHALLE

Im Jahr 1990 errichtet das Unternehmen eine erste eigene Fertigungshalle in Zierenberg. 1997 tritt dann Tobias Braun, der Sohn des Firmengründers, parallel zu seinem Maschinenbaustudium, in das Unternehmen ein. "Für mich gab es seit meiner Jugend den klaren Plan, das Unternehmen voranzubringen und zu vergrößern", erinnert er sich. 2001 kommt Joachim Schmidt, ein Studienfreund von Tobias Braun, ins Unternehmen. Bereits ein Jahr zuvor konstruiert die Firma ihren ersten maschinenraumlosen Aufzug.

Jutta Braun und Heinz Braun (r.) mit Mitarbeiter Matthias Rabanus Foto: © Nina Skripietz/Braun AufzügeJutta Braun und Heinz Braun (r.) mit Mitarbeiter Matthias Rabanus Foto: © Nina Skripietz/Braun Aufzüge

2004 scheidet Heinz Braun aus dem operativen Geschäft aus. Pamela Braun, heute Schmidt, Tochter des Gründers, tritt in die Geschäftsführung ein. "Glücklicherweise haben sich meine Schwester und erst recht mein Schwager zur Mitarbeit entschlossen und die Firma nach Kräften unterstützt", betont Tobias Braun. "Zusammenarbeit ist die Basis für erfolgreiches Arbeiten und schafft Vertrauen", ergänzt Pamela Schmidt.

NEUE UNTERNEHMENSSTRUKTUREN

Im selben Jahr werden die heutigen Unternehmensstrukturen geschaffen: Braun Aufzüge für Neubau, Modernisierung und Instandhaltung für Bauherren und Betreiber (B2C) sowie die Schwesterfirma Braun Aufzugstechnik für die Produktion von Komponenten und Anlagen für Aufzugsunternehmen im In- und Ausland (B2B).

In der Folgezeit erhält das Unternehmen mehrere Großaufträge. 2009 wird die erste Laserschneidanlage angeschafft, 2016 ein neues Verwaltungsgebäude errichtet und 2020 ein neues Produktionsgebäude. "Auf den Bau einer modernen Aufzugsproduktion im Herzen Deutschlands sind wir besonders stolz", betonen die Geschäftsführer.

Im Jahr 2021 wird dann die Blechfertigung im Zuge des neuen Produktionsgebäudes komplett durch einen modernen Maschinenpark für die Verarbeitung von Maxiformat-Blechen bestehend aus Laserschneidanlage mit angeschlossenem Blechlagerturm inkl. vollautomatischer Be-/Entladung und hochpräziser Abkantpresse ersetzt.

All das haben die beiden Geschwister nicht alleine geschafft. Sie nutzten die Feier, um sich bei ihren 85 Mitarbeitern zu bedanken, die sich durch "hohe Qualifizierung, langjährige Erfahrung, Teamgeist und Loyalität gegenüber uns als Geschäftsleitung" auszeichneten.

EIN BLICK IN DIE ZUKUNFT

Und was kommt als Nächstes? "Wir planen den weiteren Ausbau der Konstruktion und Produktion von Aufzugsanlagen und -bauteilen für andere Aufzugsfirmen im In- und Ausland, sodass unsere hochwertigen Produkte in möglichst vielen Aufzugsanlagen Verwendung finden", erklären die Geschwister beim Jubiläum. Geplant sei außerdem die Gründung von eigenständigen Service-Niederlassungen gemeinsam mit regionalen Branchenexperten in allen deutschen Metropolregionen, die erste Niederlassung soll bereits am 1. Januar 2027 starten.

Die beiden Geschäftsführer sind nach der Feier mit den ca. 160 Gästen von großer Dankbarkeit erfüllt: "Die vielen Gäste, die herzlichen Glückwünsche, die wertvollen Gespräche und die großartige Stimmung haben uns tief beeindruckt."


Weitere Informationen: braun-aufzuege.de
elevatortech.de

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