Dienstag, 22. August 2017
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Zeit und Platz sparen

Für die Elektrotechnik bleibt in Aufzügen immer weniger Raum. Daher setzt der Aufzughersteller Osma auf die kompakten Push-in-Reihenklemmen von Phoenix Contact.

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Sanierung denkmalgeschützter Altbauten: damit Individualität im Aufzugsbau zum Standard werden kann, nutzt der Aufzugshersteller Osma Reihenklemmen mit Push-in-Technik von Phoenix Contact. (Foto: © Albert Schenk GmbH & Co. KG)

Auch wenn Sicherheit und Komfort nach wie vor an erster Stelle von Aufzügen stehen, werden Design-Aspekte und individuelle Kundenwünsche immer wichtiger. Aus Kostengründen wird dabei um jeden Millimeter Bauraum hart gerungen. Schon bei der Anlagenplanung muss der Aufzugsbauer flexibel agieren - auch weil sich Normen und Sicherheitsstandards häufig ändern. Da müssen auch die Reihenklemmen schnell und einfach anschließbar sein und ohne Werkzeug direkt gesteckt werden können.

Handwerk"Aufzüge werden heute in der Regel ohne zusätzlichen Maschinenraum geplant", erläutert der Elektrotechniker Ulrich Kattmann, Mitarbeiter der Elektrokonstruktion bei Osma. "Für die Steuerung benötigen wir jeden freien zur Verfügung stehenden Platz für die Komponenten - dabei nutzen wir die nur 3,5 mm breiten Push-in-Reihenklemmen von Phoenix Contact."

Klemmenleisten neu konzipiert

Um die spätere Verdrahtung auf der Baustelle zu vereinfachen, wurden die Klemmenleisten für den Anschluss der Steuerung neu konzipiert. Die Reihenfolge der Anschlussklemmen orientiert sich bei neuen Aufzugsanlagen an den einzelnen Adern der Kabel, die vom Aufzugsschacht und der Kabine zur Steuerung geführt werden.

Hier wurde in der Vergangenheit mit nur einem Stammkabel, das sehr zeitaufwändig beim abisolieren war, gearbeitet. Man musste dann auch genau aufpassen, welche Leitung wo angeschlossen wurde. Das ist jetzt wesentlich einfacher geworden, weil sich die Reihenfolge der Klemmen nach den einzelnen Kabeln richtet.

Der zusätzliche Platzbedarf für die Elektrotechnik, den die Neustrukturierung mit Klemmen in Standard-Baubreite erfordert hätte, konnte durch die kompakte Bauform der Vierleiter-Push-in-Klemme vom Typ PT 1,5/S Quattro mit ihren nur 3,5 mm Baubreite mehr als kompensiert werden. Das Produktprogramm aus dem Reihenklemmen-System Clipline complete umfasst neben den Mehrleiter-, Doppelstock-, Dreistock- und Messertrennklemmen auch Sensor- und Aktorklemmen mit einfacher Potenzialverteilung und Einspeisung.

Modularer Anlagenaufbau

HandwerkOsma nutzt die steckbaren Varianten der schmalen Klemmenbaureihe für den modularen Steuerungsaufbau. Das Bedientableau für den Wartungsbetrieb wird vorgefertigt und über die steckbaren Klemmen mit der Aufzugssteuerung verbunden. Für die Potenzialverteilung nach der 24 V-Stromversorgung kommen die Potenzialverteiler vom Typ PTRV aus dem Reihenklemmen-Programm zum Einsatz.

In einer Baubreite von nur 8,3 mm lassen sich auf vier Etagen 16 - und auf acht Etagen 32 - Leiter mit einem Querschnitt von 1,5 mm² anschließen (Bild 4). Varianten mit 6 mm² Einspeisung und Brückungsmöglichkeit ergänzen das Programm der kompakten Potenzialverteiler.

"Ein weiterer Grund für den Einsatz der Push-in-Reihenklemmen ist der Leiteranschluss ohne Spezialwerkzeug", so Kattmann. "Davon profitieren wir in der Werkstatt, aber besonders beim Anlagenaufbau auf der Baustelle." Denn die elektrische Verdrahtung der Aufzugssteuerung erfolgt mit vorkonfektionierten Leitern mit Aderendhülse. Auf diese Weise vorbehandelte Leiter - auch kleinerer Querschnitte bis runter auf 0,25 mm² - lassen sich mit bis zu 50 Prozent geringeren Einsteckkräften einfach und werkzeuglos in die Klemme einführen.

Orangefarbene Pusher

Die Kabel der Schacht- und Kabineninstallation und deren Einzeladern werden abisoliert, und die flexiblen Leiter lassen sich ohne Aderendhülse anschließen. Die Klemmstellen werden hierbei über die orangefarbenen Betätigungsdrücker geöffnet. "Hier profitieren wir zum einen davon, dass wir auf der Baustelle keine Aderendhülsen vercrimpen müssen", so Kattmann, "und zum anderen davon, dass wir die Klemmen mit jedem Werkzeug ohne direkten Kontakt zu stromführenden Teilen über den Betätigungsdrücker bedienen können".

HandwerkDurch den markanten, signalfarbenen Drücker wird die Kemmstelle eindeutig identifiziert. Bedienung und Leitereinführung sind dabei optisch deutlich voneinander getrennt. Zudem können die Klemmen durch den Betätigungs¬drücker bei der Bedienung nicht durch falsch eingesetztes Werkzeug beschädigt werden. Kattmann: "Das macht die Verdrahtung auch unter widrigen Bedingungen auf der Baustelle sicherer."

Markierungssystem von Phoenix Contact

"Zur Beschriftung der Reihenklemmen nutzen wir das Markierungssystem von Phoenix Contact." Die Beschriftungsdaten werden zunächst über die Planungs- und Beschriftungs-Software Clip Project aufbereitet. Anschließend werden die Druckdaten auf das Drucksystem Bluemark CLED ausgegeben und auf Matten im Unicard-Format ausgedruckt.

Diese standardisierten Matten gibt es für Reihenklemmen, Leiter- und Kabelkennzeichnungen sowie für die Geräte- und Betriebsmittel-Kennzeichnung. Die flexibel einsetzbaren Etiketten werden auf Etikettendruckern vom Typ Thermomark Roll ausgedruckt.

www.osma-aufzuege.de

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