Montag, 19. November 2018
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Mehr Möglichkeiten durch schlanke Aufzugtüren

Die besondere Herausforderung bei der Modernisierung eines Aufzugs besteht darin, aus den bestehenden Gebäudeverhältnissen ein Maximum an Raum und Komfort herauszuholen.

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Im Zuge des Modernisierung-Trends und bei der steigenden Anzahl neuer Aufzüge, die in bestehende Gebäude eingebaut werden, tolerieren Inhaber bei der Grundfläche des Aufzugs keine Einbußen mehr. Nicht zuletzt um die Barrierefreiheit zu sichern und so auch die oberen Etagen für Vermietung oder Verkauf attraktiv zu halten.

Die schmale Schiebetür LIZ 3.0 von Riedl eröffnet bei Neubau und Modernisierung dem Aufzugbauer völlig neue Möglichkeiten. Sie ist lieferbar als 2-, 3-, 4- und 6-flügelige Tür, das gesamte Türpaket aus Schacht und Kabinentür beträgt lediglich 103 mm netto bzw. 130 mm inklusive Schachttürrahmen bzw. 146 mm netto und 173 mm inklusive Rahmen bei der 2- und 4-flügeligen Variante.

Viel Platz in der Kabine gewinnen

Die Maße beziehen sich dabei auf die Montage direkt auf dem Mauerwerk oder auf den Drehtürrahmen. Bei einer Umrüstung von Dreh- auf Schiebetüren lässt sich damit viel Platz in der Kabine gewinnen. Beim Einsatz von konventionellen Schiebetüren müsste man stattdessen einen Verlust von etwa 150 mm in Kauf nehmen.

"Wir reden hier von einer Gesamtpaketdicke, die bei Standardtüren lediglich die Kabinentür abdecken würde", so Peter Andrä. "Und das ist erst der Anfang. Ähnlich wie die Reduzierung des Schachtkopfes im Aufzugbau noch kein Ende genommen hat, wird auch die Paketdicke bei den Türen in den nächsten Jahren immer geringer werden. Schmale Schiebetüren werden in Zukunft der Standard sein."

Optimale Festigkeit durch moderne Fügeverfahren

HandwerkWer glaubt, deshalb einen Kompromiss bei der Festigkeit seiner Aufzugtüren eingehen zu müssen, der muss mit einigen Vorurteilen aufräumen. Die gesamte LIZ-Baureihe ist nach EN 81-20 geprüft und zugelassen und hat bereits sämtliche Pendelschlag- und Druckversuche sowie die Brandprüfung für die Stahl- und Edelstahlvarianten nach EN 81-58 in der Klassifizierung E120/EW60 bestanden. Zusätzliche Versteifungen an den Zargen ergeben bei LIZ 3.0 maximale Festigkeit.

Bei dem geforderten Pendelschlagversuch nach EN 81-20/50 wird eine dynamische Krafteinwirkung von ca. 720 kg erreicht. Dies entspricht immerhin dem Gewicht einer bayerischen Fleckviehkuh. Dabei kommt die 3. Generation von LIZ komplett ohne Verzahnungen des Türblatts in der serienmäßigen Edelstahlschwelle aus. Die geforderte Festigkeit wird also ausschließlich über die stabile Bauweise des Türblatts, der direkten Befestigung am Kämpfer und den robusten aber flexibel einstellbaren Türführungen erreicht.

Eine Aufzugtür befindet sich im praktischen Einsatz nicht unter sauberen Prüfstandbedingungen. Verschmutzungen im Schacht wie Streusplit und andere Fremdkörper nutzen die Verzahnung genauso ab wie das Türblatt. Daher hat Riedl bei der Konstruktion von LIZ auf eine leicht zu reinigende Schwelle mit Schmutzöffnungen gesetzt.

Aufwertung durch Modernisierung

Um den Nutzwert eines Aufzugs zu erhöhen ist eine große lichte Türbreite von großer Wichtigkeit. Dank des äußerst kompakten Türpakets weisen die Öffnungsbreiten der 3- und 6-teiligen Ausführungen von LIZ die gleichen Außenbreiten wie die 2- und 4-flügeligen Varianten auf. In der Praxis würde man anstelle einer Standard 2-Flügeltür mit TB 700 eine Liz 3S/K mit einer TB von zirka 900 mm verwenden und hätte damit trotzdem, je nach Standardtürmodell, zusätzlich zirka 70-130 mm mehr Platz in der Tiefe in der Kabine geschaffen.

Jeder Aufzugbauer ist sich der Tatsache bewusst, dass am Mauerwerk große Toleranzen herrschen können. LIZ 3.0 hat auch hierfür eine Lösung: Mit eigens von Riedl hergestellten Befestigungswinkeln (RIEDL-flex) lassen sich selbst schwere Unebenheiten im Winkel und in der Ebene ausgleichen. So bleibt eine sauber fluchtende und spannungsfreie Montage immer gewährleistet.

Wer seinen Aufzug modernisiert, der möchte ihn dadurch auch aufwerten. Dank der geklebten Bauweise sind kolorierte, titanisierte oder geschliffene und prägedessinierten Oberflächen möglich. Auch gerahmte Glastürflügel, die voll kompatibel zu ihren Stahläquivalenten sind, kann Riedl in Kombination mit allen vorgenannten Oberflächen einsetzen. Aufgrund der stabilen Bauweise können selbst Portalzargen mit Brandschutz oder mit Glas zum Einsatz kommen.

www.riedl-aufzuege.de

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