Dienstag, 20. November 2018
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Digitale Plattform verbindet Mensch und Maschine

Um die Gebäude der Zukunft möglich zu machen, führt Kone eine neue digitale Lösung ein: Sie verbindet Menschen, Gebäude und Maschinen.

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Connect ist Teil der digitalen Plattform. Es soll Wartungsabläufe beschleunigen und sie transparent machen: Betreiber und Mitarbeiter sehen jederzeit den Zustand ihrer Anlagen. (Foto: © Kone)

Alle neuen Anlagen von Kone können zukünftig an dieses System angeschlossen werden. Doch Gebäude werden zunehmend mit Sensoren versehen, vernetzt und flexibel gesteuert, um Sicherheit und Komfort der Mieter und Nutzer zu erhöhen und die Gebäude fit für die Zukunft zu machen.

Damit sich Menschen in Gebäuden noch einfacher, sicherer und komfortabler bewegen können, sind vernetzte Lösungen auch für Aufzüge und Fahrtreppen gefragt, um einen optimalen Personenfluss zu gewährleisten. Wie das geht? Die Antwort will Kone mit der neuen, in Zusammenarbeit mit IBM entwickelten digitalen Plattform liefern.

Sie ermöglicht:
1. intelligente, auf künstlicher Intelligenz beruhende Services (Kone 24/7 Connect)
2. offene Schnittstellen und darauf basierende Anwendungen von Kone und Drittanbietern
3. die Möglichkeit, Personenflussdaten zur Planung neuer Gebäude, aber auch zur optimierten Steuerung von bestehenden Immobilien zu nutzen.

"Mit der digitalen Plattform schafft Kone schrittweise für Architekten, Planer, Investoren, IT-Anbieter und Technische Gebäudeausrüster eine Vielzahl von Möglichkeiten, Gebäude wirtschaftlicher, umweltfreundlicher und komfortabler zu planen und zu nutzen, als es bislang möglich war", sagt Erik Kahlert, Geschäftsführer von Kone Deutschland.

Intelligente Wartungsverfahren für mehr Zuverlässigkeit

Bereits im ersten Quartal 2017 startete Kone die Anbindung von Aufzügen an die KI-Plattform Watson von IBM, um durch prädiktive Wartung die Sicherheit und Verfügbarkeit der Anlagen zu erhöhen und Betreibern Transparenz zu gewähren:

HandwerkKone 24/7 Connect. Neue Aufzüge werden künftig von vorherein mit der entsprechenden Technologie ausgerüstet. Ist die Anlage "Ready to Connect", kann sie auf Wunsch des Aufzugbetreibers an die Cloud angebunden werden.

Die Anlage meldet über Sensoren laufend Informationen über ihren Zustand in die Cloud. "Watson IoT erkennt daraus aktuelle Störungen, aber auch absehbare Probleme und meldet sie an Kone – samt Diagnose und Empfehlungen zur Fehlerbehebung, um die Abläufe zu beschleunigen", erklärt Kone Business Development Manager Sebastian Warnsmann.

Ausfälle durch präventive Reparaturen vermeiden

Denn mit der Vorab-Diagnose durch die KI-Plattform von IBM weiß der Servicetechniker bereits, wo er nach dem Fehler suchen muss – gegebenenfalls kann er sogar bereits mit dem passenden Ersatzteil zur Anlage fahren. Auch kann der Reparaturtermin mit dem Gebäudebetreiber abgesprochen werden oder direkt im Rahmen des nächsten regulären Besuchs an der Anlage durchgeführt werden. So sollen Ausfälle durch präventive Reparaturen vermieden werden.

Watson lernt – und das täglich: Je mehr Anlagen weltweit an die Cloud angeschlossen sind und je mehr Berichte über behobene Störungen und Wartungen von den Servicetechnikern an die Cloud gemeldet werden, desto präziser fallen die Empfehlungen von Watson IoT in der Zukunft aus.

Die offenen Schnittstellen der digitalen Plattform von Kone sollen perspektivisch die Anbindung an alle technischen Gebäudesysteme und Apps von Drittanbietern ermöglichen. So könnten Gebäudebetreiber künftig ihre Aufzüge und Fahrtreppen über das Smartphone rufen, analysieren und kontrollieren. Die offenen Schnittstellen ermöglichen es, die Kone Lösungen an bestehende oder neue Betreiber-Apps anzupassen, aber auch Applikationen von Drittanbietern zu koppeln.

Neue Chancen durch Nutzung von Personenflussdaten

Kone wartet weltweit mehr als eine Million Aufzüge und Fahrtreppen aller Hersteller, die von geschätzt einer Milliarde Menschen täglich genutzt werden, erklärt Warnsmann. "Daraus ergibt sich ein enormes Potenzial, um den Anlagenbetrieb und die Gebäudenutzung zu optimieren."

Jede Anlage selbst liefert viele Dutzend Parameter. Dazu kommen Daten über erfolgte Wartungen und Reparaturen und – in naher Zukunft – Daten über die Nutzung, also die aktuellen Verkehrsströme.

Kombiniert man diese Informationen mit der Gebäudetechnik, bieten sich künftig ganz neue Möglichkeiten des Betriebs, betont Kone: So könnten die Heizungs- und Klimatechnik in wenig frequentierten Etagen heruntergefahren oder im Einzelhandel die Kassenbesetzungen bedarfsgerecht angepasst werden: "Den Ideen der Betreiber sind keine Grenzen gesetzt."

www.kone.de/cebit2018

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