Joachim Burgard (Gründer des Elevator Museum Warsaw), Tadeusz Popielas (Generalsekretär des Polnischen Verbandes der Aufzugshersteller – PSPD), Adam Puklański (Projektleiter LiftExpo Poland), Marta Majkowska (Kommunikation) sowie Tomasz Kowalski (Vorstandsmitglied der Fundacja Elevator Museum Warsaw) (v.l.n.r.).

Joachim Burgard (Gründer des Elevator Museum Warsaw), Tadeusz Popielas (Generalsekretär des Polnischen Verbandes der Aufzugshersteller – PSPD), Adam Puklański (Projektleiter LiftExpo Poland), Marta Majkowska (Kommunikation) sowie Tomasz Kowalski (Vorstandsmitglied der Fundacja Elevator Museum Warsaw) (v.l.n.r.). (Foto: © Przemek Bocian)

Ein neues Museum erzählt Geschichte(n)

Aktuelles

Warum spricht die Aufzugsbranche fast ausschließlich über Technik, Normen und Innovationen, aber so selten über die Geschichten dahinter? Diese Frage war die Initialzündung für die Gründung des "Elevator Museum Warsaw".

Aufzüge gehören zu den bedeutendsten Erfindungen der modernen Stadtentwicklung. Sie haben die Architektur revolutioniert, Hochhäuser überhaupt erst möglich gemacht und prägen heute das Leben von Milliarden Menschen. Dennoch bleiben sie für die meisten Menschen nahezu unsichtbar. Und warum erzählt die Aufzugsbranche so wenig über ihre Geschichte und so wenige Geschichten?

Genau darin sieht der Wirtschaftsingenieur Joachim Burgard eine große Chance für die Branche: "Moderne Museen erzählen Geschichten, wecken Emotionen und schaffen Erlebnisse. Dieser Storytelling-Ansatz könnte das Image der Aufzugsbranche stärken und insbesondere junge Menschen für Technik, Ingenieurwesen und Innovation begeistern."

Modernes Storytelling-Museum

Foto: © Joachim BurgardFoto: © Joachim Burgard

Aus dieser Überzeugung heraus entstand bei Burgard die Idee zum Elevator Museum Warsaw als einem modernen Storytelling-Museum. Im Mittelpunkt sollen dabei die Menschen, Ideen und Innovationen hinter der vertikalen Mobilität stehen. Die Besucher sollen erfahren, wie Aufzüge die Städte verändert haben und weshalb sie weit mehr als reine Technik sind. Dies soll im Museum mit Licht, Design, Originalobjekten und multimedialen Inszenierungen erzählt werden.

Dass das Museum in Warschau entsteht, ist laut Burgard, der fast 17 Jahre für TK Elevator gearbeitet hat, kein Zufall: "Die polnische Hauptstadt zählt heute zu den dynamischsten Hochhausstandorten Europas. Die beeindruckende Entwicklung ihrer Skyline in den vergangenen zwei Jahrzehnten macht Warschau zu einem idealen Ort, um die Geschichte der vertikalen Mobilität zu erzählen und zugleich den Blick auf ihre Zukunft zu richten."

"Ponad" bringt das Konzept auf den Punkt

Foto: © Joachim BurgardFoto: © Joachim Burgard

Der Weg zur geeigneten Immobilie war lang. Fast drei Jahre war Burgard, der seit fast zehn Jahren in Warschau lebt, auf der Suche. Im Juli 2026 fiel dann die Entscheidung für einen Standort in der Grzybowska 61 – mitten in einem modernen Warschauer Büroviertel. Auf rund 220 m² entsteht hier derzeit die Heimat des Elevator Museum Warsaw.

Bevor das Museum seine Türen öffnet, startet zunächst die erste Ausbaustufe des Projekts "Ponad". Es soll erst einmal Raum für Begegnungen, Networking, Vorträge, Workshops und temporäre Kunstausstellungen bieten. Mitte 2027 folgt dann die zweite Stufe: Die Dauerausstellung soll eröffnet werden.

Das Museum soll nicht nur eine reine Aufzugsausstellung sein, sondern Kunst, Kultur, Gastronomie und Industrie miteinander verknüpfen – eine Kombination, die Burgard für einzigartig hält. Tagsüber wird es ein Café geben, abends eine Bar mit Tastings von alkoholfreien Cocktails.

Meilenstein LiftExpo Poland

Foto: © Joachim BurgardFoto: © Joachim Burgard

Ein wichtiger Meilenstein soll die LiftExpo Poland 2026 vom 20. bis 22. Oktober werden. Auf der Messe wird das neue Projekt vorgestellt, das Museum ist mit einem eigenen Messestand vertreten, so Burgard: "Mein besonderer Dank gilt den Organisatoren der LiftExpo, insbesondere Adam Puklański, sowie Tadeusz Popielas, Generalsekretär des Polnischen Verbandes der Aufzugshersteller (PSPD), für ihre Unterstützung des Projekts."

Das Elevator Museum Warsaw wird bisher vollständig privat von Burgard finanziert. Er hat dafür eine gemeinnützige Stiftung gegründet und ist derzeit auf der Suche nach Unterstützern. "Ich lade alle Unternehmen, Institutionen und die gesamte Aufzugsbranche ein, sich für dieses neue Museum zu engagieren."


Weitere Informationen: elevatormuseum.pl

Das könnte Sie auch interessieren: