Gleiche Leistung ohne kritische Rohstoffe
Ziehl-Abegg ist nach eigenen Angaben weltweit das erste Unternehmen, dem es gelungen ist, eine elektrische Aufzugssynchronmaschine ohne Magnete aus Seltenen Erden zu entwickeln – und das bei gleichbleibend hoher Leistung.
Durch den Einsatz eines innovativen Motordesigns werde die technologische Unabhängigkeit gestärkt und eine dauerhaft stabile Produktion gewährleistet – unabhängig von geopolitischen Risiken oder Exportbeschränkungen, erklärt das Unternehmen.
Die neue Aufzugsmaschine mit Ferritmagneten kommt ganz ohne kritische Rohstoffe wie Neodym oder Dysprosium aus, die bislang für Hochleistungsantriebe wegen der Leistungsdichte als unverzichtbar galten. Diese sogenannten Seltenen Erden stammen fast ausschließlich aus China, das zuletzt die Exportbedingungen massiv verschärft hat.
"Wir haben damit nicht nur ein technologisches Problem gelöst, sondern auch ein strategisches", erklärt Joachim Ley (im Bild oben), Vorstandsvorsitzender bei Ziehl-Abegg.
Premiere auf der interlift
Trotz des Verzichts auf Hochleistungsmagnete aus Seltenen Erden soll der neue Motor identische Leistungsdaten erreichen – und das bei gleichen Abmessungen, heißt es in der Pressemitteilung. Dies sei insbesondere für High-Torque-Anwendungen im Aufzugsbereich mit hohen Anforderungen an Laufruhe und Energieeffizienz ein bedeutender Schritt, betont Ziehl-Abegg. Eine Patentanmeldung sei bereits erfolgt.
Die neue Aufzugsmaschine der Baugröße 200 wurde erstmals auf der interlift 2025 in Nürnberg einem internationalen Fachpublikum vorgestellt. Für das Jahr 2026 ist die Ausweitung auf weitere Baugrößen geplant. "Wir sichern unsere Produktion gegen Ausfälle wegen Materialmangels bei Seltenen-Erden-Magneten ab", unterstreicht Firmenchef Ley.
Weitere Informationen: ziehl-abegg.com
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