Die DCP (Digital Communication Platform) vereint GSM-Gateway, Notruftelefon und M2M-Gateway in einer Einheit. 

Die DCP (Digital Communication Platform) vereint GSM-Gateway, Notruftelefon und M2M-Gateway in einer Einheit.  (Foto: © Avire)

Aufzüge mit VDS-Kommunikation nachrüsten

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Die Telekommunikationsbetreiber stellen ihre Netze von analog auf digital um – das bedeutet das Ende der DTMF-Kommunikation.

Wer seine Anlage zukunftssicher machen und gleichzeitig Kosten sparen möchte, sollte daher in eine digitale Kommunikationsplattform investieren, die das VDS-Protokoll nutzt.

Viele Notruftelefone basieren heute noch auf analoger Technik. Da die Telekommunikationsbetreiber ihre Netze jedoch umbauen, könnte ein Telefon im Aufzug von heute auf morgen nicht mehr richtig funktionieren. Auch die hohe Kompression verursacht gelegentlich Störungen in der DTMF-Kommunikation. Zudem ist die Überprüfung analoger Systeme aufwändig und teuer. Jedes Notruftelefon ist mit einer Leitstelle verbunden, die täglich rund um die Uhr besetzt ist.

Die Funktionalität des Systems wird spätestens alle drei Tage durch einen Kontrollanruf im Hintergrund getestet. Schlägt dieser fehl, informiert das Callcenter das Aufzugsunternehmen. Dieses schickt einen Service-Techniker los, um zu überprüfen, ob Personen eingeschlossen sind. Dabei können am Wochenende schnell mehrere Hundert Benachrichtigungen auflaufen.

Digitale Lösung mit VDS

Mit digitaler Technik gehören Verbindungsprobleme zwischen dem Notruftelefon und der Leitstelle dagegen der Vergangenheit an. Selbst wenn Datenpakete einmal kurzzeitig im Netzwerk festhängen, kommen sie an. Es entstehen keine falschen Störmeldungen mehr und Aufzugsunternehmen können den Prüfaufwand erheblich reduzieren.

Im Idealfall sollte das digitale Kommunikationssystem das VDS-Protokoll verwenden. Es hat sich als Standard für die Übertragung von Gefahrenmeldungen per TCP/IP etabliert und ist dadurch in der Sicherheitsbranche universell einsetzbar. Erhält eine Leitstelle einen Alarm per VDS, so weiß sie sofort, in welchem Gebäude und welchem Stockwerk er ausgelöst wurde.

Mit intelligentem Monitoring Kosten sparen

Eine digitale Kommunikationsplattform lässt sich mit mehreren Aufzügen verbinden, sammelt Daten über diese und macht es möglich, die Anlage aus der Ferne zu überwachen. Foto: © AvireEine digitale Kommunikationsplattform lässt sich mit mehreren Aufzügen verbinden, sammelt Daten über diese und macht es möglich, die Anlage aus der Ferne zu überwachen. Foto: © Avire

Der Einbau eines digitalen Notruftelefons bietet die Chance, eine komplette Kommunikationsplattform zu implementieren, an die sich eine Sensor- und Controller-Einheit anbinden lässt. Damit können Aufzugsbetreiber aus der Ferne den Zustand der Anlagen überwachen, Alarme testen, Steuerungen kontrollieren und verschiedenste Daten sammeln. Das ermöglicht es ihnen etwa vorherzusagen, wann eine Komponente repariert oder getauscht werden muss.

Ein Techniker muss nur noch vor Ort sein, wenn es wirklich nötig ist. Durch prädiktive Wartung lassen sich viele Probleme schon im Vorfeld beheben, was Ausfälle vermeiden und Wartungskosten reduziert kann. Über ein Ein- und Ausgabe-Modul kann zudem die Arbeitszeit der Techniker vor Ort erfasst werden. Aufzugsbetreiber gewinnen mehr Kontrolle über die tatsächlich erbrachte Leistung und die Abrechnung wird transparent.

So funktioniert der Einbau

Eine digitale Kommunikationsplattform wie das DCP (Digital Communication Platform) von Avire lässt sich ohne großen Aufwand einbauen. Moderne CAN-Bus-basierte Systeme fassen alle nötigen Komponenten in einem Modul zusammen und benötigen lediglich zwei Adern im Hängekabel. Die Sprecheinheit für die Bedienung kann auf dem Fahrkorb montiert werden.

Im Fahrkorbmodul befindet sich eine GSM-Schnittstelle zum Mobilfunknetz und ein M2M-Gateway für die Maschinenkommunikation. Ein CAN-Bus-Anschluss vernetzt die Audiomodule im Fahrkorb, Schacht und Maschinenraum. Via GSM werden die Daten der einzelnen Module an eine Cloud-Plattform gesendet und zusammengeführt. So lassen sich die Geräte unter einer zentralen Benutzeroberfläche verwalten und überwachen.

Aber Vorsicht: Herkömmliche GSM-Module eignen sich nicht zur digitalen Kommunikation, denn sie verwenden bei der Übertragung von und zum Callcenter den Sprachkanal. Dabei können immer noch störende Geräusche entstehen, wie man sie aus der analogen Telefonie kennt, insbesondere DTMF-Töne. Erst der Austausch durch eine vollständig digitale Lösung, wie zum Beispiel das DCP von Avire kann diese Probleme beseitigen, indem es die Daten zuverlässig über das digitale VDS-Protokoll von und zur Leitstelle überträgt.

Matthew Davies
Der Autor ist Market Insight and Innovation Manager – Americas & EIMEA bei Avire


Weitere Informationen: avire-global.com

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