Franzosen wollen modernere Aufzüge
Nach einer Umfrage des französischen Aufzugsverbandes "Fédération des Ascenseurs" wünscht sich ein großer Teil der französischen Bevölkerung eine Modernisierung älterer Aufzüge.
Grundlage ist das Barometer "Die Franzosen und die Aufzüge 2026", das Ipsos bva im Auftrag des französischen Verbands vor Kurzem durchgeführt hat. Demnach halten 91 Prozent der Befragten die Sanierung von Aufzügen, die älter als 40 Jahre sind, für notwendig. 52 Prozent sprechen sich für eine systematische Sanierung solcher Anlagen aus.
Laut Umfrage verwenden 72 Prozent der Franzosen regelmäßig einen Aufzug. Die Zufriedenheit der Nutzer mit der Verfügbarkeit wird mit 7,4 von 10 Punkten angegeben; dies ist laut Verband der beste Wert seit 2017. Der französische Verband führt die Umfrage jährlich durch. Der Komfort erreicht 7,1 von 10 Punkten, das Platzangebot 6,9 von 10 Punkten.
57 Prozent der Nutzer geben an, schon einmal Zeuge von unsozialem Verhalten in Aufzügen geworden zu sein (Verschmutzungen, Sachbeschädigungen, unangemessenes Verhalten). Dieses Verhalten wird als Ursache für höhere Wartungskosten (39 Prozent), häufigere Ausfälle (35 Prozent) und vorzeitigen Verschleiß (34 Prozent) angesehen.
AUFZUG ENTSCHEIDET BEI DER IMMOBILIENWAHL
Nach Darstellung der Fédération des Ascenseurs soll der Aufzug in politischen und baulichen Strategien stärker berücksichtigt werden, insbesondere mit Blick auf den Erhalt von Selbstständigkeit und Lebensqualität sowie auf den Zugang zu Wohnraum.
"Die Franzosen wollen keine Halbheiten mehr, wenn es um die Modernisierung von Aufzügen geht. Sie erwarten nun klare Rahmenbedingungen, gemeinsam getragene Verpflichtungen und eine langfristige Vision. Genau diese Botschaft vermittelt der Verband der Aufzugsindustrie den Behörden", erklärt Florence Bigé, Vorsitzende des Verbands der Aufzugsindustrie.
Das Barometer zeigt zudem eine bemerkenswerte Entwicklung der Erwartungen im Bereich Wohnen. Unter den Franzosen, für die der Aufzug ein entscheidendes Kriterium bei der Immobilienwahl darstellt (39 Prozent der Befragten), halten 56 Prozent ihn bereits ab dem ersten oder zweiten Stock für unverzichtbar – deutlich unter den im Bauwesen traditionell geltenden Schwellenwerten.
Die Fédération des Ascenseurs vertritt nach eigenen Angaben rund 170 Unternehmen der französischen Aufzugsbranche, darunter Aufzugsunternehmen, Betreiber, Instandhalter, Komponentenhersteller und Dienstleister. Seit 2016 sind auch Unternehmen aus dem Bereich der Hebe- und Plattformanlagen vertreten.
Weitere Informationen: ascenseurs.fr
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