TK Elevator hat das Aufzugsystem EOX im Oktober 2022 vorgestellt. Im Mai 2023 war die offizielle Markteinführung in Deutschland.

TK Elevator hat das Aufzugsystem EOX im Oktober 2022 vorgestellt. Im Mai 2023 war die offizielle Markteinführung in Deutschland. (Foto: © TK Elevator)

TK Elevator: Freude in Düsseldorf, Sorgen in Esslingen

Aktuelles

Im Dezember hat TK Elevator die Bilanz für das Geschäftsjahr 2024/2025 vorgelegt. Das Unternehmen kann neue Höchstwerte beim Gewinn vorweisen.

Gleichzeitig gingen mit Blick auf einen potenziellen Börsengang oder den Verkauf des Unternehmens einige Beschäftigte für die Sicherung ihrer Arbeitsplätze auf die Straße.

Zwischen Oktober 2024 und September 2025 hat TK Elevator (TKE) "eine starke Geschäftsdynamik, mit Rekordwerten beim bereinigten EBITDA und der Marge sowie der Erreichung wichtiger strategischer Meilensteine" verzeichnet, so das Unternehmen mit Hauptsitz in Düsseldorf in einer Pressemitteilung. Der Umsatz konnte währungsbereinigt um zwei Prozent auf 9,2 Milliarden Euro gesteigert werden.

Konsequentes Kostenmanagement

TK Elevator hat das Aufzugsystem EOX im Oktober 2022 vorgestellt. 
Im Mai 2023 war die offizielle Markteinführung in Deutschland.
 Foto: © iftikharalam/123RF.comTK Elevator hat das Aufzugsystem EOX im Oktober 2022 vorgestellt. 
Im Mai 2023 war die offizielle Markteinführung in Deutschland.
 Foto: © iftikharalam/123RF.com

Zur positiven Geschäftsentwicklung habe ein konsequentes Kostenmanagement in allen Geschäftseinheiten und ein Wachstum von fünf Prozent im Service- und elf Prozent im Modernisierungsgeschäft beigetragen, so der Konzern.

"Damit konnten die Rückgänge im Bereich Neuanlagen, insbesondere in China, mehr als ausgeglichen werden", erklärt TKE. Service und Modernisierung machten nach Angaben des Unternehmens 65 Prozent des Gesamtumsatzes aus.

Umsatzplus in Europa und Nordamerika

Im Geschäftsbereich Neuanlagen habe die fortlaufende Einführung der Aufzugsplattform EOX ein Umsatzplus in Europa sowie im Zielsegment in Nordamerika vorangetrieben. In einem "herausfordernden Umfeld" im Neuanlagengeschäft sei der gesamte EOX-Auftragseingang um mehr als 50 Prozent gestiegen.

Inzwischen entfielen 80 Prozent der bestellten Aufzugseinheiten in Europa und Afrika sowie 40 Prozent vom amerikanischen Kontinent auf die Plattform für niedrige und mittelhohe Gebäude.

Neue Höchstwerte

Sowohl beim EBITDA als auch beim EBIT konnten laut TKE neue Höchstwerte erzielt werden:

  • Der um Sondereffekte bereinigte Gewinn vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA) legte währungsbereinigt um zwölf Prozent auf 1,6 Milliarden Euro zu. Damit konnte die Marge um 170 Basispunkte auf 17,5 Prozent gesteigert werden.
  • Das bereinigte EBIT (Gewinn vor Steuern und Zinsen) wuchs währungsbereinigt um 
    13 Prozent auf 1,4 Milliarden Euro. Hier konnte die Marge um 140 Basispunkte auf 14,8 Prozent verbessert werden.
  • Der Free Cashflow habe sich weiter verbessert und die Gesamtliquidität sei auf 1,5 Milliarden Euro gestiegen.

Joint Venture in Saudi-Arabien

Ebenfalls erwähnenswert im abgelaufenen Geschäftsjahr: TKE und Alat, ein Unternehmen des saudischen Public Investment Fund (PIF), haben ein Joint Venture gegründet und in Betrieb genommen (siehe Online-Bericht von Mai 2025).

Künftig sollen in Riad Aufzüge, Fahrtreppen und Fahrsteige für den lokalen Markt und für die gesamte MENA-Region gefertigt werden. Zudem hat sich Alat als Aktionär mit 15 Prozent an TKE beteiligt.

Kundgebung in Esslingen

Anfang Dezember haben rund 150 Beschäftigte vor dem TKE-Werk in Esslingen protestiert. Laut einem Artikel der Esslinger Zeitung setzen sie sich für eine Nachfolgeregelung des im März 2027 auslaufenden Zukunftstarifvertrags ein. Mit Blick auf einen möglichen Börsengang oder den Verkauf von TKE an andere Investoren streben die Mitarbeiter des Aufzugsbauers eine Beschäftigungsgarantie bis 2037 an.

Für den Fall, dass das Unternehmen nicht auf die Forderungen von Gewerkschaft und Betriebsrat eingehe, kündigte Georgios Triantafillidis, der Europa-Betriebsratsvorsitzende von TKE, laut dem Zeitungsbericht eine Protestaktion vor der Zentrale der IG Metall in Frankfurt am Main an. Bis zum Redaktionsschluss des LIFTjournals am 19. Januar hat es keine Gespräche zwischen TKE und der IG Metall gegeben.


Weitere Informationen: tkelevator.com/de-de/

TK Elevator-Bilanz für das  Geschäftsjahr 2024/2025

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