Samstag, 20. Juli 2019
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Die Aufzugssicherheits-Branche vorangebracht

Seit einem Jahrzehnt ist SafeLine eine feste Größe in der Aufzugssicherheitsbranche. Doch wie hat alles angefangen? Erfahren Sie, wie aus einem unerwarteten Treffen eine langfristige Partnerschaft wurde.

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Tomas Jäderberg und Lars Gustafsson heute. (Foto: © SafeLine)

Mit dem Klassiker SL6 haben das Unternehmen den technologischen Weg für die Aufzugsbranche geebnet – und kürzlich mit 100.000 produzierten Notfalltelefonen dieses Typs einen Meilenstein erreicht.

"Als Lasse und ich uns zum ersten Mal trafen, stellten wir fest, dass wir beide eine Leidenschaft für Elektronik hegen", erinnert sich Tomas Jäderberg. "Allerdings aus verschiedenen Blickwinkeln: Für Lasse, oder Lars Gustafsson, war es die praktische Seite der Dinge, während mich die Problemlösung interessierte." Aber es sollte Jahre dauern, bis Lasse und Tomas zum ersten Mal zusammenarbeiteten.

Praktisches und qualitativ hochwertiges Produkt

Lasse, der seit seinem 15. Lebensjahr als Aufzugtechniker tätig war, hatte immer schon viele Ideen. Doch in dem Aufzugsunternehmen, bei dem er beschäftigt war, stießen sie auf kein Interesse. So gründete er 1995 die Hisselektronik AB und verkaufte Bodendisplays und Steuerungssysteme für Aufzüge, die er im Keller seines Hauses herstellte.

1998 wurde im europäischen Aufzugsgeschäft mit der EN 81-28 eine neue Industrienorm eingeführt, die neue Sicherheitsanforderungen an Notruftelefone in Aufzügen definiert. Viele der Telefone auf dem Markt waren technologisch veraltet. Lasse sah eine Marktlücke, wusste aber, dass er schnell handeln und ein sowohl praktisches als auch qualitativ hochwertiges Produkt liefern musste, um einen Durchbruch zu erzielen.

Fehlerfrei Funktion mit einfachen Lösungen

HandwerkDafür brauchte er Tomas‘ Unterstützung. "Ich habe die Ideen und das industrielle Know-how, während Tomas das Ganze zum Laufen bringt", so Lasse.

Tomas verfügte über umfassende Erfahrung im Bereich der Telefonie sowie die richtigen Fertigkeiten, die Lasse brauchte, um ein gutes Produkt gemäß der neuen Norm zu entwickeln. Aufgrund seines industriellen Know-hows wusste Lasse, dass das Telefon einwandfrei funktionieren und gleichzeitig einfach zu installieren sein musste.

Er hatte freien Zugang zu einem Aufzug in Stockholm, der für seine atmosphärischen Störgeräusche im Aufzugsschacht berüchtigt war. "Ich wusste ganz genau: Wenn unser Gerät dort funktioniert, dann würde es überall funktionieren", sagt Lasse.

Völlig einzigartige Lösung

Sie fuhren mit dem Aufzug auf und ab und probierten immer neue Methoden aus, doch das Problem der Störgeräusche blieb bestehen. Die Empfangsqualität hing weitestgehend von der genauen Positionierung der Telefonanlage ab.

"Aufzugsschächte sind wegen des Rauschens bei Anrufen ziemlich knifflig, da so viele Kabel die Signale beeinflussen. Also ging ich nach Hause und las alles zum Thema Störgeräusche, was ich finden konnte", erzählt Tomas.

Kurz darauf kehrte Tomas mit einer ganz simplen Lösung zurück: Die Kabel von der Aufzugkabine bis zum Maschinenraum sollten durch eine Stromschleife geführt werden, wodurch die Störgeräusche minimiert wurden. Dies war in dem Zusammenhang eine völlig einzigartige Lösung. Die Kommunikation konnte ohne Rauschen und Störungen aufrechterhalten werden – unabhängig davon, wo die Gegensprechanlage innerhalb der Aufzugkabine positioniert war.

Prüfsysteme – die Grundlage für den Erfolg von Safeline

Tomas produzierte die ersten Geräte des SafeLine 2000 von Hand und Lasse verkaufte sie an verschiedene Aufzugunternehmen in Schweden. Die Telefone waren ein voller Erfolg und schon bald ausverkauft.

Die nächste Herausforderung bestand nun in der Massenproduktion, um die steigende Nachfrage zu decken. Da die Produktion extern erfolgen sollte, erstellte Tomas ein Prüfprotokoll, nach dem alle Geräte vor dem Versand geprüft werden sollten.

"Ich wusste, dass wir einen hohen Prüfstandard benötigen, um langfristig die hohe Qualität des Produkts zu gewährleisten."

Tomas ist überzeugt, dass die Prüfsysteme der Schlüssel zum Erfolg von SafeLine waren, indem sie das sicherstellten, was den Kunden am wichtigsten ist – die Zuverlässigkeit. 25 Jahre später arbeiten diese Geräte immer noch einwandfrei und sind bis heute in zahlreichen Aufzügen zu finden.

Technologie in der Branche geprägt

HandwerkDie Qualität des Produkts und einfache Lösungen in Kombination mit den neuen Normen führten zu einer hohen Nachfrage, der SafeLine als erstes Unternehmen gerecht wurde.

Der Rest ist Geschichte. Heute verfügt SafeLine über eine Produktionslinie in Tyresö nahe Stockholm, die den Kunden eine noch höhere Qualität garantiert.

Mit der Einführung des SafeLine SL6 Anfang der 2010er Jahre wurde SafeLine zum größten Hersteller und Anbieter unabhängiger Aufzugsnotruftelefone auf dem Markt – und war beinahe konkurrenzlos.

"Wir haben die Technologie in der Branche geprägt – und damit den Wettbewerb verschärft. Wenn andere Hersteller ein ähnliches Produkt herstellen möchten, schauen sie zunächst auf uns", sagt Lasse mit Stolz, während er auf 20 Jahre harter Arbeit zurückblickt.

www.safeline-group.com

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