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Neue Funktionen für Servicetechniker durch Digitalisierung

Aktuelles

Meiller hat die Anwenderfunktionen von MiDrive und der App zum Diagnose-Tool erweitert. Das Remote Support Tool ist weiter ausgebaut und bietet nun zusätzlich Video- und Audio-Aufnahmen.

Werden Lichtgitter angeschlossen, so konfiguriert MiDrive die Anschlüsse bei der Lernfahrt automatisch und meldet über CAN an die Aufzugsteuerung, ob eine Störung am Lichtgitter vorliegt. Moderne Lichtgitter registrieren den Ausfall eines Lichtstrahls, blenden diesen aus und funktionieren weiterhin. Dies erkennt die MiDrive Steuerung automatisch und konfiguriert sich entsprechend. Diese Lichtgitter verfügen über eine zusätzliche Störungsleitung. Sie ist aktiv, wenn das Lichtgitter nicht mehr zu 100 Prozent einsatzbereit ist. Die MiDrive Steuerung gibt diese Information direkt über CANbus an die Aufzugsteuerung weiter und stellt sich automatisch normkonform um ("Tür Zu" nur in langsamer Geschwindigkeit).

Wird das Türschwert mit Kraft aufgezogen, bleibt es nicht mehr – wie bisher üblich – auf dieser Position offen. Solange das Türsignal anliegt, wird der Motor nun immer wieder versuchen, auf die ursprüngliche Position zurückzufahren. Dazu wird nach wie vor die Meldung "Tür manipuliert" angezeigt. Wurde das Türschwert geschlossen, wird diese Position nun aktiv gehalten. Der Motor wirkt dynamisch allen Kräften entgegen, die dazu führen würden, dass die Position verloren geht. Bei minimiertem Stromverbrauch wird das Türschwert gehalten.

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Bei mechanisch verursachten Problemen gehen Türantriebe üblicherweise in Störung oder erwarten einen Signalwechsel, um einen neuen Fahrversuch zu starten. Hier versucht das MiDrive System selbstständig immer wieder im Zwei-Sekunden-Rhythmus, den anstehenden Befehl abzuarbeiten. Lediglich eine Motorübertemperatur oder ein anderer Tür-Befehl führt jetzt zu einem Abbruch der Fahrbewegung.

Fällt während der digital unterstützten Notentriegelung das NE-Signal ab, weil der NE-Dreikant zu früh abgezogen worden ist, wird der Prozess der Notentriegelung abgebrochen, um ein Verklemmen der Tür zu verhindern.

Vorhandene Türeinstellungen können nach einem Update per App zurückgespielt werden. Die Meiller App erstellt immer ein Backup und fragt nach dem Update, ob die früheren Türeinstellungen zurückgespielt werden sollen.

Neue Fahrprofile wurden von Meiller unter Türspezifikationen hinterlegt. Auch ohne einen QR-Code kann der Türantrieb auf die Situation vor Ort eingestellt werden. Die App bietet ein Tutorial mit einfachen Fragen zur Generierung eines QR-Codes.

"Drängeln Auf Funktion/Sense Opening", das heißt langsames Türöffnen wurde von Meiller in den CAN Standard übernommen. Damit kann auch ein aktiver FingerGuard Sensor, der in seiner Funktion eingeschränkt ist, vorsichtig überfahren bzw. überdrängt werden.

Aktives Halten einer Türposition. Über einen Eingang kann festgelegt werden, dass der MiDrive eine beliebige Position aktiv mit dem eingestellten Endlagenstrom AUF hält. Ein Schließgewicht kann dann die Tür nicht mehr zuziehen. Mit genügend Kraft kann die Tür trotzdem bewegt werden, fährt dann aber die ursprüngliche Position wieder an. Bei einem Feuerwehraufzug werden im Brandfall die Türen per "Totmann-Steuerung" gefahren. Da üblicherweise nach dem Verlassen des Aufzugs das Schließgewicht die Türen zuzieht, ermöglicht diese Funktion, dass die Tür stehen bleibt, damit sich die Feuerwehr ggf. auch schnell wieder in den Aufzug zurückziehen kann. (Zur Info: Diese Funktion entspricht nicht der Norm. Einige Feuerwehren haben sich gegen die Norm entschieden und das oben beschriebene Verhalten gewünscht. Selbstverständlich kann der MiDrive auch normkonform verwendet werden.)

Intelligente Systeme gestalten die Inbetriebnahme, Wartung und Inspektion effizienter und tragen so zur Verbesserung der Gesamtperformance eines Aufzugs bei.

Von Wolfgang Nothaft
Der Autor ist Geschäftsführer von Meiller Aufzugtüren


Weitere Informationen: meiller-aufzugtueren.de

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