Samstag, 17. November 2018
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Das Comeback der Hydraulikaufzüge

Manche hatten sie schon abgeschrieben. Doch mit dem Modernisierungspaket MOD-HY von New Lift erleben Hydraulikaufzüge eine Renaissance.

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Mit einem Mal haben sie im Wettbewerb mit Seilaufzügen wieder die Nase vorn. Und das betriebswirtschaftlich wie ökologisch. Einst war sie Inbegriff für Zuverlässigkeit. Der jahrzehntelange Boom im Aufzugbau wäre ohne Hydrauliktechnik nicht möglich gewesen.

Doch in Zeiten galoppierender Energiepreise litt ihr Image erheblich. Von heute auf morgen galt der Hydraulikaufzug als Ressourcenfresser, der zudem mit unangenehm riechendem Öl betrieben wurde. Und wo man schon dabei war, beklagte man noch den Fahrkomfort und die Anhaltegenauigkeit. Hydraulikaufzüge – so schien es – würden über kurz oder lang durch Seilaufzüge verdrängt werden.

Hydrauliktechnik im 21sten Jahrhundert

Ein Trugschluss. Denn in den zurückliegenden Jahren wurde massiv in Forschung und Entwicklung investiert. Dadurch hat die Hydrauliktechnik einen Innovationsschub erlebt. Das Ergebnis sind Modernisierungspakete, die die Schwachstellen bestehender Hydraulikaufzüge konsequent ausmerzen. Diese fahren nun wesentlich komfortabler, halten präziser an und verbrauchen deutlich weniger Energie.

Nur einen Wermutstropfen gab es dabei: Bisher war eine solche Modernisierung mit hohen Kosten verbunden. Denn durch die notwendige Umrüstung auf eine Frequenzregelung mussten nicht nur Komponenten wie Frequenzumrichter, Durchflussmesser, Druck- oder Temperatursensoren in die vorhandene Aufzugstechnik eingebunden, sondern auch das komplette Hydraulikaggregat ausgetauscht werden. Letzteres trieb den Preis und damit die Amortisierungsdauer in die Höhe.

Günstige Erneuerung statt teurem Austausch

HandwerkDamit ist jetzt Schluss. In enger Zusammenarbeit mit Ziehl-Abegg haben die Ingenieure von New Lift das Modernisierungspaket MOD-HY entwickelt. Das Revolutionäre daran: Dank MOD-HY lässt sich das bestehende Antriebsaggregat weiter nutzen. Es braucht nicht, wie bisher, ausgetauscht zu werden. Außerdem müssen weder Sensoren noch Drehgeber eingebaut, geschweige denn zusätzliche Schnittstellen am Ventilblock geschaffen werden. Die Anschaffungs- und Installationskosten fallen dadurch rapide.

Und wie sieht die Rechnung aus, wenn man den Hydraulikaufzug durch einen Seilaufzug ersetzt? Auch diesem Vergleich hält das MOD-HY stand. Ein Komplettaustausch würde jeden Zeit- und Kostenrahmen sprengen. Allein die Tonnen von Stahl auszubauen und zu entsorgen, ginge mit langem Stillstand einher und käme teurer als das komplette Modernisierungspaket MOD-HY. Ganz zu schweigen von der verheerenden Umweltbilanz.

Zukunftssichere Investition

Ein erneuerter Hydraulikaufzug hingegen hinterlässt nur einen zarten ökologischen Fußabdruck. Zudem amortisiert er sich bereits nach kurzer Zeit und bleibt auch auf lange Sicht ein günstiges Beförderungsmittel. Die Komponenten haben eine sehr hohe Lebensdauer und lassen sich bequem, mit wenigen Handgriffen, gegen günstige Ersatzteile austauschen. So bleiben die Wartungskosten niedrig.

Dieses Bündel an betriebswirtschaftlichen, energetischen und ökologischen Vorteilen sorgt dafür, dass die Erneuerung von Hydraulikaufzügen zur sinnvollen Investition wird. Mit dem Modernisierungspaket MOD-HY erweist sich eine bewährte, effiziente Technik als zukunftsweisend.

So funktioniert MOD-HY

HandwerkAbbildung 1 (links) veranschaulicht die technischen Abläufe: Die Aufwärtsfahrt, die bisher ein Stromfresser war, erfolgt nun frequenzgeregelt und schützlos mit ZAdyn4CA HY von Ziehl-Abegg – und damit energiesparend. Die Abwärtsfahrt wird weiterhin elektromechanisch durchgeführt wird. Die Steuerung FST-2XT verfügt über ein eigens entwickeltes Pseudo-Closed-Loop-Verfahren mit DCP04 und moderner Absolutwertgeber-Schachtkopierung. Die DCP04-Schnittstelle zwischen FST-2XT und ZAdyn4CA HY ermöglicht die Direkteinfahrt in die Haltestelle ohne Schleichwege und Stufenbildung. Bremswiderstand wird zum Fremdwort. So ist optimaler Fahrkomfort gewährleistet.

Und auch die Ökobilanz stimmt. Beim Aufwärtsfahren wird nicht länger überschüssiges Öl über das Bypass-Ventil zurück in den Öltank gepumpt. Denn die Hydraulikpumpe wird nur noch auf die für die geforderte Kabinengeschwindigkeit notwendige Drehzahl geregelt. Dieser frequenzgeregelte Betrieb verhindert zudem, dass sich das Öl erwärmt. Stromschluckende Ölkühlsysteme werden dadurch überflüssig. Mehr noch: In der Beschleunigungs- und Verzögerungsphase wird nur noch die Hälfte an Pumpenstrom benötigt. Dadurch arbeitet der modernisierte Hydraulikaufzug deutlich energieeffizienter. Zusätzlich entfällt die Geräuschbelastung durch Motorschütze.

Außerdem hat die Viskosität des Öls keinen Einfluss mehr auf die Kabinengeschwindigkeit. Über eine Tuning-Funktion ermittelt die Software des ZAdyn4CA HY bereits während der Inbetriebnahme selbsttätig die Differenz zwischen Haft- und Gleitreibung und die zur Korrektur notwendige Offsetdrehzahl beim Anfahren und Anhalten. Aufwändige Justierarbeiten entfallen komplett.

www.newlift.de

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