Samstag, 25. Mai 2019
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Europas kleinster Personenaufzug

Seit rund 18 Jahren hält er laut Wikipedia den Rekord: Der kleinste Personenaufzug Europas wurde von einem deutschen Unternehmen gebaut.

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Die Konstruktionszeichnung von Europas kleinstem Aufzug. Der Privatkunde wollte verständlicherweise keine Bilder von dem Mini-Lift zur Veröffentlichung freigeben. (Quelle: © Hirolift)

Dieser Personenaufzug ist nichts für Menschen mit Raumangst: Mit einer Grundfläche von etwa 0,4 Quadratmetern geht es in diesem individuell gefertigtem Hiro Lift vom Typ Hiro 700 wirklich sehr eng zu. Die Kabine hat ein Innenmaß von gerade mal 61 x 69 Zentimetern. Richtig eng wird es beim Ein- und Aussteigen, denn die Kabinen-Schwenktür geht nach innen auf.

Die Sonderanfertigung wurde im Jahr 2001 in einem Privathaus in Dänemark installiert. Für den Bau im Miniformat gab es einen ganz einfachen Grund, erinnert sich der damalige Leiter der Konstruktion, Dirk Behrens: "Es war ein altes bestehendes Gebäude, in dem einfach kein Platz für einen größeren Aufzug gab."

Platzsparendes Antriebssystem

Besondere Herausforderung für die Konstrukteure war es, alle Komponenten so auszulegen, dass genug Platz für die Kabinenfläche war. Profitiert hat Hiro dabei von einem eigenen, sehr platzsparenden Antriebssystem, dass das Unternehmen zwei Jahre zuvor auf den Markt gebracht hatte.

Der Aufzug fährt Haltestellen auf vier Etagen an, hat eine Förderhöhe von etwa 8,30 Meter und eine Tragkraft von 150 Kilogramm. Üblicherweise geht man bei der Berechnung der zugelassenen Personenanzahl von 75 kg pro Person aus.

Nur Platz für eine Person

Dennoch darf dieser Lift nur eine Person transportieren. Für mehr wäre beim besten Willen einfach kein Platz. Auch beim Transport von üblichen Haushaltsgegenständen muss man sich überlegen, ob man entweder selbst fährt oder beispielsweise dem Wäschekorb den Vortritt überlässt.

Es würden immerhin zwei handelsübliche Wasserkisten mit einer Größe von 40×30 cm nebeneinander in den Aufzug passen. Um die Türen noch schließen zu können, müsste man die Kisten allerdings übereinanderstapeln.

Von Christian Großekathöfer

www.hirolift.de

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