Montag, 18. November 2019
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Wenn ein kleiner Splitter zum Stillstand führt…

Weber Tec hat sich auf die Reparatur von Fahrtreppenstegen spezialisiert und mit der Reparaturmethode "EsCare" ein Verfahren entwickelt, mit dem Schäden schnell und kostengünstig behoben werden können.

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Die beschädigten Stege werden vor der Reparatur gesäubert, um jegliche Verschmutzung zu entfernen und eine vollkommen reine Oberfläche zu erhalten. (Foto: © Weber Tec)

Das zertifizierte Instandhaltungsverfahren ist einzigartig auf dem deutschen Markt und spart dem Kunden wertvolle Zeit und Geld. Wie es zu Defekten an den Fahrtreppen kommt und was Weber Tec für die Instandhaltung leistet, erläutern Geschäftsführer Wolfgang Weber und Prokurist Mike Weber im Interview.

Wie kommt es an den Stegen der Fahrtreppen zu Defekten?
W. Weber: Die Stufen einer Fahrtreppe laufen oben und unten durch sogenannte Kammplatten, die das "Einziehen" von Gegenständen in die Treppe verhindern sollen. Wenn nun Fremdkörper auf die Treppe gelangen – Steinchen, Split aus der Schuhsohle, eine Schraube o.ä. – verhaken sich diese gerne in den Kammplatten. Die Treppe bleibt von so einem geringen Widerstand jedoch nicht stehen und läuft immer weiter an dem Fremdkörper vorbei. So wird in kürzester Zeit auf sämtlichen Stufen der gleiche Steg abgeschliffen – natürlich noch schneller, wenn die Treppe von vielen Menschen genutzt wird oder sich im Freien befindet.

HandwerkWelche Folgen haben diese Defekte?
W. Weber: Durch das Abschleifen der Stege an Fremdkörpern verändern diese grundsätzlich ihre Form, indem sie z. B. dünner werden. Gleichzeitig ist aber in der europäischen Norm EN115 festgelegt, wie breit und hoch ein Steg mindestens sein muss. Denn ein abgeschliffener Steg kann scharf wie ein Messer sein und so ein hohes Verletzungspotenzial bieten. Unter anderem werden Fahrtreppen deswegen regelmäßig von den ZÜSen kontrolliert.

Was muss bei der Reparatur beachtet werden?
M. Weber: Zuerst einmal müssen die beschädigten Stege gesäubert werden, um eine vollkommen reine Oberfläche zu erhalten. Nur dann ist die Reparatur dauerhaft haltbar. Danach werden diese Stege mit unseren zertifizierten EsCare-Fillern aufgefüllt und in Form gebracht. Die Stege sind jetzt nicht nur "entschärft", sondern entsprechen auch wieder den Anforderungen der EN115. Auf Wunsch können die reparierten Stege anschließend noch in einer vom Kunden gewählten Farbe lackiert werden, um sich dem Erscheinungsbild der restlichen Stufen anzupassen.

Welche Herausforderungen ergeben sich bei den Arbeiten?
M. Weber: Sie unterscheiden sich von Auftrag zu Auftrag. Zum einen muss die Technik stimmen, d. h. die Fahrtreppe bzw. der Fahrsteig muss funktionieren und die Infrastruktur, wie z. B. durch Stromanschlüsse, muss gegeben sein. Zum anderen haben die Kunden unterschiedliche Wünsche, was den Arbeitsablauf angeht: Gibt es ein festes Zeitfenster? Müssen die Reparaturen tags oder nachts durchgeführt werden? Liegen die Treppen in Sicherheitsbereichen? Reicht die Umgebungstemperatur beim geplanten Einsatztermin aus? Alle diese Fragen klären wir im Voraus, um vor Ort einen reibungslosen Ablauf zu gewährleisten.

Wie zeitintensiv ist die Reparatur?
M. Weber: Für eine durchschnittliche Treppe, das sind etwa 70 – 80 Stufen mit etwa drei defekten Stegen pro Stufe, brauchen wir nur einen Werktag. Das ist ein sehr geringer Zeitaufwand, verglichen mit allen anderen Optionen. Außerdem sind wir mit unserem System und unseren Teams so flexibel, dass wir nur wenige Tage Vorlaufzeit benötigen.

HandwerkWie lang sind die Ausfallzeiten bei den üblichen Reparaturmethoden?
W. Weber: Was den Zeitaufwand angeht, gibt es für die Betreiber nur wenig Alternativen zu EsCare. Entweder müssen die Stufen ausgetauscht oder aber aufgeschweißt werden – dieses Verfahren ist sehr zeitintensiv. In beiden Fällen müssen alle Stufen aus- und wieder eingebaut werden, was allein schon länger dauert als die Reparatur mit EsCare. Beim Aufschweißen kommen noch weitere kosten- und zeitintensive Faktoren hinzu – z.B. der An- und Abbau der Rollen, die Verpackung, der Hin- und Rücktransport zum Reparaturbetrieb und eine mitunter wochenlange Reparaturzeit. Beim Austausch der Stufen muss mit längeren Lieferzeiten gerechnet werden – wenn das überhaupt möglich ist, denn alte Stufentypen werden mitunter nicht mehr produziert. Ausgebaute, beschädigte Stufen können wir ebenfalls reparieren, wenn der Kunde sich diese auf Lager gelegt hat.

Welche weiteren Vorteile hat EsCare?
W. Weber: Neben der Zeit- natürlich die Kostenersparnis. Im Vergleich zum Kauf neuer Stufen spart man durch die Reparatur mit EsCare durchschnittlich zwei Drittel der Kosten. Zudem kann die Reparatur theoretisch unbegrenzt oft wiederholt werden, solange der Stufenkörper noch intakt ist.

webertec-escalator.com

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