Sonntag, 08. Dezember 2019
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Notrufsysteme: Gegenwart und Zukunft

Aufzüge und Notrufsysteme sind aus Provider-Sicht nur eine Nische. VoLTE wird jetzt erst nach und nach Standard. Die Schweizer Firma Leitronic bietet schon heute einfache Möglichkeiten zum Nachrüsten.

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(Foto: © Leitronic)

Mit der seit 2010/2011 verfügbaren Mobilfunktechnik LTE ist schnelles Internet seit fast einem Jahrzehnt auch unterwegs möglich. Sprachtelefonie hingegen wird meist noch mittels 2G oder 3G übermittelt. VoLTE, die Kurzform für "Voice over LTE" bietet hier inzwischen grosse Verbesserungen – sowohl für die Provider als auch für die Verbraucher. Dennoch wird LTE heute meist ausschliesslich zur Datenübertragung benutzt.

Die älteren Mobilfunkprotokolle (2G: GMS/3G UMTS) wurden noch für Telefonie entwickelt. Es wird für einen Anruf immer jenes Netz benutzt, in das ein Gerät momentan eingebucht ist. 4G/5G: LTE hingegen sind reine IP (Internet-Protokoll) Netze.

Gewohnte Dienste müssen wie Telefonie und SMS müssen nachgebildet werden. Beim Telefondienst nennt man diese Technologie dann "Voice over LTE" (VoLTE). Damit dies funktioniert müssen alle involvierten Komponenten mitspielen, also das Mobilfunkgerät, die SIM-Karte und der Provider.

Vorsicht vor 4G ohne VoLTE

Bislang benötigte man meist ein Smartphone des jeweiligen Netzbetreibers mit Softwarebranding. Die Lösung über sogenannte Open-Market-Smartphones oder industriellen Geräten funktionierte bei VoLTE meist noch nicht, selbst wenn diese im Prinzip LTE-Telefonie unterstützen.

HandwerkIn diesem Fall wird für einen Anruf das Netz gewechselt. Dies nennt man "Fallback", also das Zurückfallen in ein 2G- oder 3G-Netz. Schwierig dabei: Der angezeigte Empfang zeigt nur die Qualität des 4G-Netzes. Wie gut der Empfang zum Telefonieren im 2G- oder 3G-Netz bleibt, ist nicht vorhersehbar. Wenn nun nach und nach diese Netze abgeschaltet werden, zeigen Geräte ohne VoLTE guten Empfang an, Telefonieren ist aber nicht möglich.

Auch die Hersteller industrieller Geräte hinken bei VoLTE hinterher. Die in den Geräten eingebauten Module sind meist nicht für Telefonie vorgesehen, sondern nur für die reine Datenübertragung. Bereits im Jahr 2015 hat Leitronic seinen ersten Prototypen eines 4G-Gateways präsentiert. Mittlerweile hat der Lieferant Hard- und Softwaremarktreife erlangt, so dass nun mit der Auslieferung VoLTE-fähiger Liftalarmgeräte begonnen werden kann.

Provider und Industrie unter Zugzwang

Die geplanten bzw. schon schrittweise durchgeführten 2G-Abschaltungen in der Schweiz und in den Niederlanden, oder von 3G in den anderen europäischen Ländern, bringen nun Provider und Industrie unter Zugzwang, VoLTE für alle Simkarten anzubieten. Leitronic zeigte auf der Interlift, dass dies Geräteseitig inzwischen funktioniert.

Dabei ist es vor allem für Schweizer Kunden wichtig, dass die Geräte 4G/VoLTE und 3G unterstützen. Im EU-Raum scheint sich hingegen die Kombination 4G/VoLTE und 2G durchzusetzen.

Die Firma Leitronic hat auf die Entscheidung aller Provider sofort reagiert und alle 4G VoLTE Module für bestmögliche Redundanz mit 3G- und 2G Fallback-Modulen ausgestattet.

Modular und flexibel in die Zukunft

Grundsätzlich gilt: Die Leitronic-Systemlösungen sind modular aufgebaut. Priorität hat die Weiterverwendung von Bewährtem, das heißt die möglichst weitreichende Erleichterung von Einbau, Update und Unterhalt.

Aufwändige Montagearbeiten für die Aktualisierung bestehender Einheiten entfallen. Neue Mobilfunkstandards, wie etwa 4G/VoLTE oder bei späterer Marktreife auch 5G, lassen sich durch den einfachen Tausch einer Platine nachrüsten. Der Austausch des kompletten Notrufgeräts ist damit nicht nötig.

Zukunftsorientierte Technik, einfache und kostengünstige Umrüstmöglichkeiten, sowie cloudbasierte Verwaltung und Support – Leitronic, der Schweizer Hersteller bündelt nach eigenen Angaben sämtliches neues und innovatives Knowhow unter einem Dach.

leitronic.ch

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