Mittwoch, 21. November 2018
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Wo bleibt eigentlich Lift 4.0?

Alle Welt redet vom Internet der Dinge und der Begriff "Industrie4.0" steigt langsam zum meistgenutzten Wort des Jahres auf – und sogar der Kühlschrank kommuniziert scheinbar mit dem Auto und der Heizung. Wunderbare Welt!

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Was tut sich aber bei unseren Aufzügen? Wäre es nicht gut zu wissen, was mit jedem einzelnen Aufzug genau los ist? Wann braucht er Aufmerksamkeit durch einen Techniker? Ist die gemeldete Störung wirklich eine Störung im klassischen Sinn oder nur eine einmalige Funktionsunterbrechung? Bei unseren Autos machen wir schon lange keine Inspektionen nach Zeitintervallen mehr, sondern nach Verbrauch bzw. Verschleiß.

Und im Idealfall weiß die Werkstatt im Vorfeld schon, welche Ersatzteile benötigt werden. Liegengeblieben ist unser Auto schon sehr lange nicht mehr. Die gelbe Warnlampe leuchtet gelegentlich mal auf und fordert so den Fahrer zum Werkstattbesuch auf, was aber deutlich angenehmer und planbarer ist als einfach nachts auf der Landstraße liegen zu bleiben. Mobilitätskonzerne steigern die Verfügbarkeit von Fahrzeugen durch intelligente Auswertung von Daten.

Viel Aufwand - wenig Ertrag

Das, was Automobilhersteller seit einigen Jahren erfolgreich umsetzen, lässt sich auch auf Aufzugsanlagen übertragen. Ein reiner Wartungsbesuch, der allein auf einem Kalendereintrag beruht, hilft weder dem Aufzug, noch dem Nutzer oder Betreiber viel. Es wird viel Aufwand in die Anreise mit Parkplatzsuche und Schlüsselübergabe investiert, nur um dann vor Ort festzustellen, dass der Aufzug vollkommen in Ordnung ist.

Das allerdings sagt wenig über den Zustand am nächsten Tag aus, wenn sich gerade im Hintergrund Probleme ankündigen. Außerdem soll es auch schon vorgekommen sein, dass solche Kalenderbesuche zwar in Rechnung gestellt werden, aber gar nicht stattgefunden haben. Dauer und Intensität eines solchen Besuchs können Vorgesetzte und Kunden auch nicht wirklich genau einschätzen. Denn allein die Anwesenheit eines Technikers ändert ja nicht unbedingt etwas an der Funktionsfähigkeit des Aufzugs.

Bewegung am Markt

HandwerkWer bemerkt, wenn in einer Gruppenanlage ein einzelner Aufzug gar nicht fährt? Und weiß jemand den Grund? Personenströme werden so nicht optimal gelenkt, und der Verschleiß würde sehr unterschiedlich ausfallen. Und die Überwachungsstellen? Wäre es nicht sinnvoll, ein unabhängiges Protokoll über die Funktionsfähigkeit des Aufzugs zu haben? Im Fall der Fälle wäre es doch auch für Betreiber sinnvoll nachweisen zu können, dass alles getan wurde, um einen sicheren Betrieb zu gewährleisten!

Langsam gibt es Bewegung am Markt. Es gibt es Lösungen, die herstellerunabhängig arbeiten. Ein Wechsel des Wartungsunternehmens geht somit nicht zwangsläufig mit dem Verlust dieser Überwachungsfunktionen einher.

LiftLog steht in den Startlöchern

Es ist natürlich einfach, ganz viele Daten über den Aufzug zu sammeln. Aber was macht man damit? Man wird datenreich, aber bleibt informationsarm. Erst die intelligente Auswertung vieler einzelner Mikrodaten führt zu einem sinnvollen Werkzeug. Wo bleibt Lift 4.0? Herstellerunabhängig und nachrüstbar, manipulationssicher, kostengünstig und auf Kundenbedürfnisse zugeschnitten? Ist unsere Branche reif für den nächsten Schritt?

Der LiftLog steht in den Startlöchern. Er sammelt Daten über das Betriebsverhalten, außergewöhnliche Vorkommnisse und länger anstehende Ereignisse. Dabei bleibt immer die wichtigste Frage klar im Blick: Fährt der Aufzug oder fährt er nicht? Außergewöhnliche Zustände wie Betriebsstillstand und dessen Dauer oder das Feststellen von Bewegungen im Maschinenraum werden ebenso analysiert wie die Dauer von Serviceeinsätzen, die Reaktionszeit der Wartungsfirma nach einem Stillstand oder der erneute Ausfall nach einer Wartung.

Der LiftLog sammelt Daten über den aktuellen Zustand der Aufzugsanlage. Über ein kabelloses Gateway werden diese an die Auswertungsplattform gesendet, die aus den gesammelten Daten echte Informationen über den Zustand der Anlage erzeugt und die Daten übersichtlich und transparent aufbereitet. Unabhängig von der Marke, dem Alter oder der Technologie werden die Daten immer auf gleiche Weise ausgewertet. Der LiftLog kommt zu zuverlässigen und reproduzierbaren Ergebnissen über die Aufzugsanlage und schafft so belastbare Faken. Lift4.0 ist da - testen Sie selbst!

Von Henry Wuttke

www.safesolutions.de

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