Samstag, 17. November 2018
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Fahrtreppen: 125 Jahre mühelos aufwärts

Die erste Fahrtreppe wurde am 16. Januar 1893 als "Schrägaufzug" in New York in Betrieb genommen. Heute erscheinen sie uns selbstverständlich. Wissenswertes und Kurioses zum Jubiläum.

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Historische Vorläufer: Fahrtreppen sind heute sicherer, leichter und nicht mehr nur Handarbeit (Foto: © thyssenkrupp Elevator)

Heute sind Roll- beziehungsweise Fahrtreppen ein fester Bestandteil der Einrichtung in Kaufhäusern, Flughäfen, Bahnhöfen und vielen anderen öffentlichen Orten. Sie sind aus dem Alltag kaum noch wegzudenken. Dabei ist es gerade einmal 125 Jahre her, seit die erste ihrer Art für eine neue urbane Mobilität sorgte, die ohne diese technische Innovation nicht möglich gewesen wäre. Am 16. Januar 1893 wurde in New York die erste Fahrtreppe in Betrieb genommen. 125 Jahre Fahrtreppe sind für thyssenkrupp Elevator ein guter Grund, dieses Jubiläum angemessen zu feiern und dabei aufzuzeigen, welche Wege die Entwicklung bereits gegangen ist:

Fahrtreppen-JubilaeumEntstanden ist die Innovation eher als Zufallsprodukt im Rahmen einer neuen U-Bahn, die der US-Amerikaner Jesse Reno seinerzeit verwirklichen wollte. Hierfür brauchte es die Kapazität und Fähigkeit, Menschen auf einem treppenartigen Aufgang mit maschineller Kraft von einer Ebene auf eine andere zu befördern. Konsequenterweise lief die erste Rolltreppe – damals am Old Iron Pier auf Coney Island in New York City – unter der Bezeichnung "Schrägaufzug" (Incline Elevator). Dieser transportierte die Passagiere auf einem Band mit einem Winkel von 25 Grad.

Obwohl die Neuerung nur für zwei Wochen am Pier installiert worden war, bevor sie zur Brooklyn Bridge "umzog", begeisterte sie in dieser Zeit rund 75.000 Menschen. Heute werden allein in den USA sämtliche Fahrtreppen jedes Jahr insgesamt über 100 Milliarden Mal genutzt.

Königliche Modelle für blaublütige Gäste

Was vor 125 Jahren von Jesse Reno initiiert wurde, hat thyssenkrupp über Jahre und Jahrzehnte hinweg perfektioniert. Inzwischen finden sich die Lösungen des Anbieters überall auf der Welt. Und das in großer Zahl: Würden sämtliche Treppen aneinandergereiht, die das Unternehmen installiert hat, könnte damit ein 500 Kilometer hoher Berg überwunden werden: Die Gesamtstrecke betrüge ganze 1.000 Kilometer. 

Fahrtreppen 125 JahreDabei steht die ganze Bandbreite zur Auswahl: von einer gerade einmal 890 Zentimeter messenden Fahrtreppe bis zu einer mit stolzen 53,68 Metern Länge. "Königliche" Modelle starten allein auf Knopfdruck ihrer blaublütigen Gäste, mobile Modelle bringen ein "to go"-Element ins Spiel und können, im Flugzeug verstaut, mit ihren Besitzern um die Welt reisen. Rasant geht es in Prag sowie in einigen russischen Städten zu: Hier finden sich Treppen, die mit 0,9 Metern/Sekunde fahren und damit ein beachtliches Tempo vorlegen.

Erst seit 1950 werden Fahrtreppen in Deutschland in industrieller Serienproduktion im Werk gefertigt. Zuvor entstanden sie in Handarbeit direkt auf der Baustelle. Heute existiert nur noch ein Fahrtreppenwerk in Deutschland – es befindet sich in Hamburg, wo thyssenkrupp als einziger Konzern hierzulande Fahrtreppen in Serie herstellt. Bis zu 30 Jahre beträgt die durchschnittliche Lebensdauer einer Fahrtreppe, bevor eine Modernisierung ansteht.

Branche mit 155.000 Arbeitsplätzen weltweit

Im Fahrtreppen- und Aufzugs-Geschäftsfeld sind herstellerübergreifend aktuell knapp 155.000 Menschen beschäftigt, in Deutschland liegt die Zahl bei rund 18.000. In Europa sind derzeit über 136.000 Fahrtreppen installiert, davon in Deutschland 35.600. Die Zeichen stehen europaweit auf Wachstum, denn jährlich kommen etwa 5.500 neue Rolltreppen zum bisherigen Bestand hinzu.

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